Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Skizzen aus der Lehranstalt für experimentelle Pathologie in Wien
Person:
Stricker, S.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39435/74/
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sagen wir, ist an jeder Stelle gleich. Nach den Worten der 
Physiker lautet der Satz: Die Spannungsdifferenz ist an 
jeder Stelle gleich; denn die Physiker bezeichnen hier die 
Summe als Differenz, weil die eine Grosse der Summanden 
ein positives Vorzeichen, die andere ein negatives Vor¬ 
zeichen hat. 
Die zweite Ziffernreihe unter dem Strich zeigt uns die 
Ergebnisse der Messung mit dem Elektrometer. Hier kommt 
die wirkliche Subtraction (ohne Rücksicht auf das Vorzeichen 
der Elektriker) in Betracht. Wenn wir also von der Mitte 
der Bahn zum Elektrometer ableiten, so machen sich hier 
drei Volt positiver Spannung und drei Volt negativer Spannung 
geltend, die im Elektrometer als Antagonisten wirken, daher 
die Wirkung „Null“. 
Die dritte Reihe unterm Strich gibt uns die Ziffern, 
wie sie durch den Nervmuskel als Elektrometer gewonnen 
worden sind, respective die Ziffern, wie sie in der zweiten 
Reihe ober dem Striche stehen, weil der Nerv eben nur auf 
den Strom negativer Elektricität reagirt. Die Figuren 22, 
21 und 20 geben uns andererseits die geometrische Dar¬ 
stellung der drei Ziffernreihen unter dem Striche unserer 
Tabelle. 
XVI. 
Die Arbeit war mit den zuletzt genannten Experi¬ 
menten noch nicht abgeschlossen. Wir haben bisher einige 
Auskunft darüber erlangt, wie sich die Spannung des 
Stromes vertheilt. Die Untersuchung der Erdströme hatte 
uns aber die Vertheilung des Stromes selbst kennen 
gelehrt; sie hatte uns gelehrt, dass jeder der Ströme, 
welcher von den Erdplatten ausgeht, auch in Bezug auf seine 
Grösse allmälig abnimnit. Es war nun zu untersuchen, ob 
sich ein ähnliches Verhalten auch in geschlossenen Leitern 
nachweisen liesse. 
Das Studium der Literatur sowohl, als auch die Ueber- 
prüfung der bereits bekannten Thatsachen hatte mich in 
überzeugender Weise gelehrt, dass der heutige Stand des 
Wissens nicht genügt, um diese (bekannten) Thatsachen aus¬ 
reichend zu erklären. Vollends die Erscheinungen am Menschen,
        

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