Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Skizzen aus der Lehranstalt für experimentelle Pathologie in Wien
Person:
Stricker, S.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39435/73/
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tragen wird, daher von dem Quadranten aus weder Abstossung 
noch Anziehung erfolgen kann; also ein scheinbarer Null¬ 
punkt gegeben ist, während thatsäehlich die Summe der 
Spannung positiver und negativer Elektricität an allen 
Stellen der Bahn gleich gross ist. Somit ist es begreiflich, 
dass die G-lühlampen an allen Stellen der Bahn gleich gut 
leuchten. 
XY. 
Wir haben jetzt die Spannung des elektrischen Stromes 
durch dreierlei Hilfsmittel kennen gelernt: Durch das Elek¬ 
trometer, durch die Glühlampenreihe und durch den Nerven, 
insoferne wir ihn, wie schon früher pag. 49 geschildert 
worden ist, nach Art des Elektrometerdrahtes an die Strom¬ 
bahn legen. Jedes der drei genannten Hilfsmittel hat uns 
über die Vertheilung der Spannung, eine andere Auskunft 
gebracht. 
Die Deutung., welche ich den Erscheinungen unter¬ 
schiebe, lässt uns nun die Ergebnisse der drei verschiedenen 
Untersuchungsmethoden unter einen einheitlichen Gesichts¬ 
punkt bringen, und ich will es jetzt noch versuchen, diese 
Uebereinstimmung durch die folgende Tabelle kenntlich zu 
machen. 
Tabelle I. 
+ 6 5 4 3 210 
0 1 2 3 4 5 6 — 
6666 666 —-I Glühlampen 
+ 6420 246 — II Elektrometer 
0123456 — III Nerv 
In dieser Tabelle sollen die Ziffern der ersten Reihe 
die allmälig abnehmende Spannung der positiven Elektricität 
und ebenso die Ziffern der zweiten Reihe die allmälig ab¬ 
nehmende Spannung der' negativen Elektricität andeuten. 
Das, sage ich, ist meine den Betrachtungen Ohm’s ange¬ 
passte Deutung. Nun zeigen die Ziffern der ersten Reihe 
unter dem Strich, wie die Spannung der positiven und der 
negativen Elektricität an jeder gemessenen Stelle der Glüh¬ 
lampenreihe Zusammenwirken. Durch Addition der überein¬ 
ander stehenden Ziffern oberhalb des Striches bekommen wir 
an jeder Stelle 6 . als Summe. Die Summe der Spannungen,
        

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