Bauhaus-Universität Weimar

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Jaoobj: Anschauungsunterricht und Projektion. 
36, 4. 
eine solche Projektions-Einrichtung völlig entbehrlich, was mit der 
Zeit finanziell die Unkosten der ersten Anschaffung einer solchen An¬ 
lage ausgleicht. 
Soll der Apparat auf der Schirmfläche ein in allen Teilen gleich¬ 
mäßig scharfes Projektionsbild entwerfen, so muß selbstverständlich 
dafür gesorgt sein, daß die optische Achse des Apparates stets absolut 
senkrecht auf die Schirmfläche eingestellt ist. Man hat dies bisher 
dadurch erreicht, daß man Apparat und Schirm ein für allemal in 
dieser Lage in bestimmter Entfernung voneinander feststellte. Damit 
ist aber dann auch das Verhältnis von Bildgröße und Lichtstärke 
dauernd für jedes gegebene Objekt festgelegt. 
Nun wird es aber häufig erwünscht sein, Diapositive oder 
opake Objekte bei episkopischer Projektion das eine Mal in stär¬ 
kerer, ein andermal in geringerer Vergrößerung, dafür aber licht¬ 
stärker im Projektionsbilde vorzuführen. Bei feststehendem Apparat 
und Schirm wäre dies zwar ebenso wie beim Mikroskop durch 
Verwendung verschiedener Objektivsysteme zu erreichen. Auf diese 
Möglichkeit wird man aber wohl doch bei dem hohen Preis solcher 
Projektionsobjektive, sowie im Hinblick auf die Unbequemlichkeit ihrer 
Auswechslung in der Regel verzichten. Es läßt sich aber auch sehr 
wohl unter Benutzung desselben Projektionsobjektives die Größe des 
Projektionsbildes ganz nach Bedarf einfach und schnell dadurch 
ändern, daß man den Abstand zwischen Objektiv und Schirm ver¬ 
größert oder verkleinert, d. h. wenn man Apparat und Schirm gegen¬ 
einander verschiebbar macht, wobei natürlich die senkrechte Stellung 
der optischen Achse zur Schirmfläche im Interesse der gleichmäßigen 
Schärfe der Bilder gewahrt bleiben muß. Eine solche handliche 
Beweglichkeit, am besten beider Teile, läßt sich dadurch erzielen; 
daß man den Projektionsapparat und das den Schirm tragende Holz¬ 
gestell auf je vier Rollen setzt, von denen je zwei auf der gleichen 
Seite liegend, gewölbt auf Flachschienen, je die beiden anderen als 
Leitrollen mit stumpfwinkligem Falz versehen, auf der eingelassenen 
Schneide einer Leitschiene laufen (vgl. Fig. I). 
Beide Schienenpaare wird man, um Verkehrsstörungen zu ver¬ 
meiden, so in den Fußboden versenken, daß ihre ebenen Flächen 
auf gleicher Höhe mit dem Boden verlaufen. 
Laufen die beiden Schienenpaare parallel, so ist damit die senk¬ 
rechte Stellung der optischen Achse des Projektionsapparates zur 
Schirmfläche stets gesichert. 
Erhebliche Veränderungen der Bildgröße werden sich, ohne daß
        

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