Bauhaus-Universität Weimar

Das Projektionsobjektiv u. d. Wechselbeziehungen zwisch. Objektiv u. Kondensor. 47 
hineinragen, so ist dieser Gegenstand auch für die nachfolgende Projektion 
hindernd und muß beseitigt werden. 
Um bei dieser Methode das Bild des weißen Schirmes auf der in den 
Bildhalter eingesetzten Mattscheibe zu sehen, muß man durch die Kondensoren 
hindurchblicken; doch wird hierdurch die Kontrolle des Bildes auf der Matt¬ 
scheibe nicht nennenswert erschwert. Keinesfalls ist es nötig, die Kondensor¬ 
linsen herauszunehmen. 
Ferner kann die Frage an den Projizierenden herantreten: Werden bei 
bestimmter Größe des Projektionsschirmes und bei einem fest aufgestellten 
Apparate mit Objektiv von bestimmter Brennweite die zu projizierenden 
Diapositive möglicherweise ein so großes Bild liefern, daß ein erheblicher 
Teil desselben von der weißen Wand nicht mehr aufgenommen wird? Hier 
hilft uns die Formel: 
B = 
Gf 
a—f 
Beispiel: Zu projizieren sind Diapositive im Format 9x12 cm (also 
11 cm größte Seitenlange des Bildes); das Objektiv hat 20 cm Brennweite; 
der Apparat ist in 6 m Entfernung von der weißen Wand aufgestellt; letztere 
hat 2 m Seitenlänge: 
_ 200•20 
B = ---= 7- 
600 — 20 
Unter den gegebenen Verhältnissen lassen sich also höchstens Diapositive 
mit Bild format 7X7 cm projizieren. 
Endlich die Frage: Wie groß muß der weiße Schirm sein, um bei fest 
stehendem Apparat und mit Objektiv von gegebener Brennweite Diapositive 
in allen gangbaren Formaten —- also bis 11 cm größte Seitenlänge des 
Bildes — projizieren zu können? 
G = —~- 
Beispiel: Abstand des Apparates von der weißen Wand 10 m. Brenn¬ 
weite des Objektives 26 cm: 
„ 11 (1000 — 26) 
G =----—4i». 
Der weiße Schirm muß in diesem Falle also mindestens 4,12 m Seiten¬ 
länge haben. 
Um den Bildwerfer den örtlichen Verhältnissen verschieden großer 
Säle und den verschiedenen Bildformaten anpassen zu können, ist es 
angenehm, Objektive von verschiedener Brennweite zur Verfügung zu haben. 
Dies wird erleichtert durch die Projektionsobjektivsätze. Besonders empfehlens¬ 
wert sind die von Rodenstock (München) hergestellten Sätze, welche in 
einer mit Zahn und Trieb ausgerüsteten Fassung schnell auswechselbar sind. 
Dieselbe Firma bringt auch ein nach dem Prinzip der Fernobjektive her¬ 
gestelltes Projektionsobjektiv mit veränderlicher Brennweite (25 bis 60 cm) in 
den Handel, welches aber wegen seiner unvermeidlichen langen Bauart
        

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