Bauhaus-Universität Weimar

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I. Teil Der Bildwerfer mit Zubehör. 
Konstruktionen kommt es im wesentlichen immer auf dieselbe Sache hinaus. 
Fig. 3 ist für bescheidene Ansprüche berechnet, während das in Fig. 4 dar¬ 
gestellte Modell aus der Werkstatt von R. Winkel in Göttingen bei ge¬ 
steigerter Leistungsfähigkeit einen erheblicheren Kostenaufwand benötigt. 
Das Gehäuse sei aus starkem Metallblech gefertigt; der Boden kann, 
um dem Ganzen größere Festigkeit zu verleihen, ohne das Gewicht allzusehr 
zu erhöhen, aus einem Holzbrett, welches mit Eisenblech überzogen ist, 
bestehen. Da sowohl bei Benutzung von Kalklicht, als auch von elektrischem 
Bogenlicht häufig glühende Teilchen von dem Leuchtkörper abspringen und 
zu Boden fallen, ist ein Blechüberzug über dem Holz nötig. Das Innere der 
Seitenwände des Kastens wird mit Asbestpappe bekleidet, um allzu starker 
Erhitzung der Wände vorzubeugen. Sind auch die Seitenwände aus Holz 
gefertigt, so müssen dieselben inwendig zuerst mit Blech und dann mit Asbest 
überzogen sein, um bei Benutzung von Kalklicht oder elektrischem Bogenlicht 
gefährliche Erhitzung des Holzes zu vermeiden. 
Fig- 3- 
Das Grundbrett des Gehäuses hat weniger durch Erhitzung zu leiden, 
als die Seitenwände. 
Der vor dem eigentlichen Gehäuse befindliche Vorbau, welcher die 
Verbindung der Beleuchtungslinsen mit dem Projektionsobjektiv herstellt, darf 
ungeschützte Holzteile enthalten, weil hier erhebliche Erwärmung nicht mehr 
stattfindet. 
Viel gesündigt beim Bau von Bildwerfern wird darin, daß man das für 
die Aufnahme der Lampe bestimmte Gehäuse zu klein macht. Infolgedessen 
tritt bald so furchtbare Erhitzung ein, daß die Beleuchtungslinsen springen 
und der den Apparat Bedienende kaum eine Projektion übersteht, ohne einige 
Brandblasen an den Fingern davonzutragen. Ist Beschränkung des Raumes 
wenigstens bei Apparaten, die viel transportiert werden, wünschenswert, so 
dürfen doch gewisse Grenzen nicht überschritten werden. Bei Apparaten, die 
auch für Kalklicht und elektrisches Bogeniicht verwendet werden, ist es 
zweckmäßig, daß der innere Raum des Gehäuses mindestens folgende Aus¬ 
messungen hat: Länge 30 cm, Breite 20 cm, Höhe 25 cm. 
Um Überhitzung zu vermeiden und einem Springen der Linsen vor¬ 
zubeugen, ist für ausreichende Ventilation des Gehäuses Sorge zu tragen. 
Hierzu gehört in erster Linie eine genügend große Öffnung an der Decke
        

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