Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die optische Projektionskunst im Dienste der exakten Wissenschaften. Ein Lehr- und Hilfsbuch zur Unterstützung des naturwissenschaftlichen Unterrichts
Person:
Stein, Sigmund [Siegmund] Theodor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39423/157/
Bezugsquellen. 
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Der in Fig. 183 ersichtliche einfache Holzrahmen-Apparat ist 
zum Koloriren der Glasphotographien, ebenso wie zum bequemen 
Malen auf Glas unbedingt erforderlich. In einem Klappengestelle 
AB lässt sich eine in einen in Nuten laufenden Kähmen ein- 
gesehlossene, durchsichtige Spiegelplatte s auf- und abschieben. Die 
Schraube b dient zum Feststellen des Rahmens. Auf die Spiegel¬ 
platte wird das zu kolorirende Bild cd aufgelegt; zwischen den 
gezahnten Fussleisten e f befindet sich ein Planspiegel r, welcher 
von unten und hinten das zum Koloriren bestimmte durchsichtige 
Bild a d durchleuchtet. 
Will man direkt auf das Glas malen, ohne eine Photographie zu 
Grunde zu legen, so wird die vorher gereinigte Glasplatte mit 
Spiritus nochmals abpolirt und in oben erwähnter Weise grundirt. 
Das etwa aus einem Buche abzu¬ 
zeichnende Bild wird unter diese 
Glasplatte geschoben und die Um¬ 
risse desselben mittels Feder oder 
Pinsel in feinen dunkeln Linien 
aufgetragen. Hierauf wird, damit 
sich die Linien erhalten, eine 
Schicht verdünnten Lackes über¬ 
gegossen. Die Farben werden als¬ 
dann gerade so aufgetragen, wie 
beim Aquarellmalen überhaupt, 
Wer sich hierfür interessirt, muss sich eine Anleitung zum Aquarell¬ 
malen anschaffen, deren verschiedene im Buchhandel zu haben sind. 
Uebrigens befassen sieh in den jüngsten Jahren eine grössere 
Anzahl von Firmen mit der Darstellung und dem Vertriebe von Pro¬ 
jektionsbildern, die so ziemlich jede in ihrer Art Gutes, mitunter 
Vortreffliches leisten. Empfehlenswerthe Bezugsquellen für Pro¬ 
jektionsgegenstände sind die Firmen: Blänsdorf Nachfolger- 
Frankfurt a. M., J. Ganz-Zürich, A. Krüss-Hamburg, E. Liese¬ 
gang-Düsseldorf, Stöhrer & Sohn-Leipzig, K. Talbot-Berlin und 
0. Wigand-Zeitz. 
In der deutschen naturwissenschaftlichen Literatur ist bis jetzt 
die Lehre von der optischen Projektionskunst sehr stiefmütterlich 
behandelt worden. Es existirt überhaupt kein einschlägiges Werk aus 
neutraler Feder; alle derartigen Bücher rühren von Fabrikanten bezw. 
Verkäufern von Projektionsapparaten und photographischen Bedarfs¬ 
artikeln her. Dem Verfasser sind diesbezüglich bekannt geworden die
        

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