Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die optische Projektionskunst im Dienste der exakten Wissenschaften. Ein Lehr- und Hilfsbuch zur Unterstützung des naturwissenschaftlichen Unterrichts
Person:
Stein, Sigmund [Siegmund] Theodor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39423/145/
Elektrische Handregulirapp&rate. 
137 
binnen einer Stunde ein einziges Mal um ihre Axe. Vermittels dieser 
Schraube werden die beiden Triebstangen b und d in dem Verhältnisse von 
1:2 in Bewegung gesetzt, d. h. wenn sich die Stange du um einen Centi¬ 
meter hebt, senkt sich die Stange n und mit ihr die Kohle e um einen 
halben Centimeter. Dieses Verhältniss wird durch den Hebel gs 
vermittelt, welcher einen längeren und einen kürzeren Hebelarm hat, 
von dessen Stützpunkt i die Entfernung nach s ungefähr halb so 
gross ist, wie diejenige nach g. Da aber je nach der Intensität des 
Stromes und der Qualität der Kohle das Verhältniss von 1:2 des 
Abbrennens nicht immer mathematisch genau eingehalten wird, so 
ist mit dem Hebel ein durch eine Regulirschraube r zu regierender 
Metallstab it verbunden, durch dessen Hin- und Herschieben mittels 
der Mikrometerschraube r der Stützpunkt des Hebels g s um ein 
Geringes verschoben werden kann. An der Stelle, 
wo der Hebel gs mit der Triebstange fg in Ver¬ 
bindung steht (bei g), ist ein Stück Hartkautschuk 
eingelassen, um eine isolirende Trennung der Pole 
zu bewirken. Es war ein Leichtes, diese Dreh¬ 
bewegung für eine Batterie von 50 Elementen durch 
ein Uhrwerk mit starker Federkraft herbeizuführen 
und deshalb hat man die Regulatoren mit Trieb¬ 
werk für Bühnenzwecke versehen. Die Bewegung 
des Triebwerks ist im vorliegenden Regulator für 
eine Batterie von 50 Elementen regulirt; sollte man 
mit einer stärkeren resp. mit einer schwächeren 
Batterie arbeiten, so ist es ein Leichtes, das Uhr¬ 
werk rascher oder langsamer gehen zu lassen, indem 
man nur nöthig hat, den Windfang des Uhrwerks 
zu verstellen, um einen rascheren oder langsameren Gang herbei¬ 
zuführen. 
Ebenso kann man durch Drehen an einer Schraube, welche mit 
einer feinen Borste, die auf der Axe des Windfangs schleift, ver¬ 
sehen ist, dessen Gang hemmen oder beschleunigen. Letzteres ge¬ 
schieht nur, wenn während der Aktion die Bewegung der Kohlen 
zu einander einer Regulirung bedarf. Die Stellung des Windfangs 
kann man ein für alle Mal für Batterien von 25, 50 oder 100 Ele¬ 
menten graduiren, um mit Leichtigkeit die Geschwindigkeit der Wind¬ 
flügel nach Bedarf zu ändern. Was die Ziehung des Lichtbogens 
bei Beginn der Operation anbelangt, so wurde ein kleines Solenoid 
in den Stromkreis eingeschaltet. Das letztere besteht aus einer
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.