Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Erste Gründe einer Physiologie der eigentlichen thierischen Natur thierischer Körper
Person:
Unzer, Johann August
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39363/569/
548 ll£lj. SRcrwnffc 4^. 23dtj. jubelt tfj. ©eelenfr. 
©d)necfen offne d?opfe, unb biefe fedffe offne Jpinfcrfei6crr 
”in jwep befonbre ©Idfer, gab tffnen ganje unb frifdje 
^SÖoljnenbldfter jum $rafje unb uberlief? fte ilfrem ©d)icf- 
wfale. .3^ bem ©lafe, wo bie ©d)necfen o£ne Jptnterlet* 
[Yer waren, fanb id) fd)on ben jwepten Sag bie kläffet 
“angefreffen. llüein in bem ©lafe, in welches id> bie 
”©d)necfen o£ne .Svdpfe getfjan fyatte, fanb id) jwar and) 
’Yen anbern Sag ©puren, baf? fte fo, wie gletd) nad) bem 
„©cbnitte, Ifin unb f)er gefroren waren, allein an ben 
JiSoffnenbldttern fal>e idf nid)fg angefreffen. 2Bie grof? 
Wwar aber meine QSerwunberung, ba ici) ben brieten unb 
gierten Sog aud) in biefen ©lafern bie SSolfnenbldtter fffie 
3>unb ba angefreffen erblicfete. SMefeg war freplidf über 
„alle ©rwarfung.unb mir gan$ unbegreiflich : unb biefe mei» 
„ne QSerwunberung erhielt enbltcf) baburdf ben ffdcflflen 
„@rab, ba id) ben folgenben Sfttonat barauf bie Jjbdlfte 
„btefer ©d)necfen wirflid) mit neuen Hopfen antraf. ©o 
,,^at f«ct) bié ©ad)e bei; mir begeben, unb eg mag anbern, 
„wie mtr felbfl, fo unerwartet, unb fonberlid) bag 2lnfreffen 
„ber QMdtter ofme .fô’opf, nod) fo auflerorbentlidf unb wt« 
„berfprecflenb fdjeinen, fo bin idf mir bod) bejfen gewifj be« 
„wufjt, bafl mid) nid)fg geblenbef, ober fonfl bep mir ein 
„9)?iggriff gefcflclfen ifl. Tilg id) bie 23ldtfer angefreffen 
„fanb, naf>m id) fogleid) bie ©d)necfen aug bem ©lafe, unb 
„weil Id) gewif? wuflfe, bafj id) ilfnen feine anbre, alg gan- 
„je Klafter 311m ^reffen »orgeleget Ifafte, fo fa£e id) for* 
„berfamfl wo£l unb genau nach, ob bie d?opfe allen ganj 
„unb »ollfommen abgefcbnitten waren. Tlüein ba fanb ftd) 
„feine and) mit bem geringflen Uebevbleibfet eineg ^opfg: 
„faum bafl man bepm fîdrfflen Tlugbelfnen berfelben nod) 
„etwag »on bem fîeffengcbltebenen ^)alfe feiten fonnte. ,3d) 
„fucbte bie ©rbe, fogar mit bem Q?ergrdflerunggglafe burdf, 
„offne bafl id) ein lebenbigeg ©efd)dpf flnben fonnte, weldjes 
„etwa biefe locfler in bie glatter gemad)et Ifatte.“ —- 
@d)ûffers erfîere&erfud)e mit ©d)necfen, 3 SSerf, ©. 10, 
11. fernere QSerf. ©. co. 21» 
§> ff4*
        

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