Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrsätze aus der Physiologie des Menschen: zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Zweiter Band
Person:
Prochaska, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39357/267/
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»athliche Reinigung , die doch kein Blutgang ift, von 
wannen Klima, von Schwachheit, Weichlichkeit, 
vieler Nahrung , Wollüftigkeit, oder von einem em- 
pfindfatnen und blutreichen Temperamente: herzurüh¬ 
ren ; das Gegentheil beobachtet man gewöhnlich im 
kalten Klima, bey arbeitfamen in der Liebe- und 
Nahrung mäfsigen ftarkçn Frauensperfonen. 
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Dte Natur des Blutes bey der monathlichen Rei¬ 
nigung ift dem Anfehen nach von dem übrigen Blu¬ 
te nicht viel verfckieden, nur dafs der beygemifchte 
Schleim der Geburtstheile und die Verwebung in der 
Scham es fchmirig und bey einigen Frauenzimmern 
etwas übel riechend machen kann. Alles das, was 
man von den giftigen Eigenfchaften diefes Blutes be¬ 
hauptet hat, uurfs man daher meiftens als blofses 
Vorurtheil betrachten. Indellen will ich doch nicht 
ganz entgegen feyn, dafs diefes Rlut nicht etwas 
fpecififche? habe , wodurch es zur Ernährung der 
Frucht in der Schwar.gerfchaft vorzüglich tauglich ift, 
und wodurch es aufser der Schwangerfchaft, wenn 
es zurückgehalten wird, der Gefundheit Nachtheil 
bringen kann. 
864. 
Die Quellen der monathlichen Reinigung find die 
Blutgefäfse der Gebährrautter, die fich in ihre Hö'hle 
vorzüglich in dem Grunde öffnen; doch können aber1
        

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