Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrsätze aus der Physiologie des Menschen: zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Zweiter Band
Person:
Prochaska, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39357/236/
Hehlkopf kleiner, weniger als bey Männern hervor¬ 
ragend und etwas höher gehenkt , daher auch ihre 
Stimme feiner ift. Der Bruftkaften des Weibes ill 
enger, kürzer und flacher, aufwärts mehr zugefpitzt, 
daher ift auch ihre Lunge kleiner und die Stimme 
fchwächer. Der obere Theil ihrer Bruft, oder ihre 
oberen Rippen find beweglicher. Die Schultern des 
Weibes find' auch viel- •fchmähler und etwas mehr 
herabgefenket, weswegen der Hals länger fcheiut. 
Die Entfernung der Nabelgrube von der Scham ift 
beym Weibe grofser, fo wie auch die Säule der 
Lendenwirbel langer ift. Uin die Hüften ift das Weib 
beträchtlich ftärker als der Mann wegen des weibli¬ 
chen Beckens *), und wegen der davon abhangen¬ 
den gröfseren Entfernung der oberen Extremitäten 
der Schenkelknochen , und daher ift auch der weib¬ 
liche Schoos geräumiger, die Hinterbacken grofser 
und die Schenkel dicker. Die Extremitäten beym 
weiblichen Körper find in dem Verhäfinifse zuin 
Rumpfe kleiner und kürzer. Die Haut und das Zel¬ 
lengewebe ift zarter, lockerer und.weifser, das Fett 
häufiger, daher auch die Gliedmafien runder, und 
die Muskeln minder merklich, als beym Manne. 
*}■ Qreve vom weiblichen Becken, 
§• 8"9:* 
Die Ausdünßtmg der Weiber hat einen eigenen 
fpecififchen Geruch , womit fie fielt von der Aus- 
diinftung der Männer merklich unterfcheidet. Das
        

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