Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrsätze aus der Physiologie des Menschen: zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Zweiter Band
Person:
Prochaska, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39357/198/
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Feuchtigkeiten ablocket, und damit den feilen Koth 
Wieder verdünnet. 
5- 73*5. 
Der in dem Maftdarme angehäufte Koth oder die 
Luft reizen felben durch ihr Volumen und ihre Schär¬ 
fe , und vet'urfachen den Drang zum Stuhlgang oder 
zum Windlaflen. Der gereizte Maftdarm zieht (ich 
dann periftaltifch zufammen, treibt den Koth oder 
die Winde gegen die Schliefsmuskeln des Afters, er¬ 
weitert fie, und entfernet dadurch feinen Reiz, wo- 
bey dem Maftdarme fein fetter Schleim wohl zu 
flatten kommt. Diefes Gefchäft 2u befördern, neh¬ 
men wir gemeiniglich die Bauchpreffe durch einAn- 
ftrengen 507.) zu Hülfe. Wenn wir bey dem 
Drange zum Stuhlgang willkührlich die Schliefsmus¬ 
keln verfchioilen halten, fo wird der Koth oder die 
Winde in den Gedärmen zurückgetrieben, der Koth 
wird dort gemeiniglich noch mehr verhärtet, und es 
pflegt eine Verfiopfung darauf zu folgen. Der zu 
harte oder zu fcharfe Koth verurfachet durch feinen 
Reiz in dem After den Zwang, und manchesmahl 
auch ein Anfchwellen der Venen und der inneren 
Haut des Afters, welches man die goldene Ader zu 
nennen pflegt. 
5* 757- 
Der Koth ift bey dem Verdauungsgefchäfte als 
Todtenkopf (caput mortuum') zu betrachten, der
        

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