Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrsätze aus der Physiologie des Menschen: zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Zweiter Band
Person:
Prochaska, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39357/175/
Häufung die Veränderlichkeit der Milzgröfse *) ab¬ 
hängt, denn die ohnehin zarten Gefäfse der Milz 
fcheinen einer fc-lchen abwechslenden Ausdehnung 
und Zufammenziehung nicht fähig zu feyn , als fie 
erforderlich wäre, wenn das Blut der Milz auch 
bey ihrer grofsten Ausdehnung fonft nirgends ais in 
ihren Gefäfsen enthalten feyn follte. Diefes wider¬ 
natürlich angehäufte Blut verfchaffet fielt zuweilen 
einen Weg durch die vafa brevia in den Magen, 
und wird dann durch das Erbrechen ausgeworfen. 
Von dein Blute der Milz haben die Alten auch ihre 
atro, bilis hergeleitet (§, 140.). 
*) Blumenbachs Phyfiolagie, §. 395, 
§• 7'9* 
Die Milzarterie kommt aus der Baucharterie 
(c&liaca), geht gekrümmt an der Magendrüfe vor- 
bey , verfieht fie, dann gibt fie einige Zweige an 
den Grund des Magens ([vafa brevia), geht in meh¬ 
rere ZwTeige getheilet in die Mitte der hohlen Milz- 
fiäche hinein, und zertheilet fich in der Milzfubftanz 
nach und nach in die feinften Gefäfse, deren Ende 
fielt gleiehfam in kleine Pinfel ausbreiten. Die Milz¬ 
venenzweige führen das Blut aus der Milzfubftanz 
in die Milzvene, welche zuerft die Venen des Ma¬ 
gengrundes, dann die übrigen, und ferner die der 
Magendrüfe und des Netzes an lieh zieht, fich mit 
der untern Gekrösvene verbindet, und endlich ge- 
roeinfchaftlich mit der obern Gekrösvene lieh in die
        

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