Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrsätze aus der Physiologie des Menschen: zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Zweiter Band
Person:
Prochaska, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39357/156/
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de find. Darm beweisen es auch alle die Kür,fie, 
weiche die Metlichen r; fanden haben , um den Stei¬ 
fen und Getränken a'ien m« lichen Wohlzefcb -nick 
zu verfehaffen. E? gib' Menlclun \ve:che aulseiT-r» 
deutliches Gefühl fiir diefev Sinn lia: en, und ihm 
ihr Vermögen und ihre Gefundheit aufepfern können; 
im Gegentheile gibt es über auch welche ihn we¬ 
nig achten ; und man findet nicht feite» !VT Then, 
welche allen Gefchrn. ck verloren hoben. Du-ßb die 
fpecififche Reizfähigkdt oder Id ofyerafie em-then 
viele Verfchiedei heiten in dem Geichmache !. \v,.hl 
im gefunden als kranken Zu lande. wodurch fwa 
Speife einem Mtnfchen gleichgibig oder gar eckel¬ 
haft wird, welche für andere Menfchen ein Lecker- 
biflen ift, und umgekehrt, 
§• 691. 
Durch den hohen Grad von Unannehmlichkeit 
des Gefchmackes wird der Eckel erzeugt, der eine 
unangenehme und jedermann bekannte Empfindung ift. 
Er hat feinen Sitz am Eingänge des Rachens, in dem 
Schlundkopfe , in dun ganzen Schlunde und im Ma¬ 
gen felbft, und kommt von einer fpecififchen Reiz- 
fähigkeit der Nerven diefer Theile, die fie fowohl 
gegen umngenehmfchmeckende Sachen, als gegen an¬ 
dere, durch den Gefchmack nicht fonderlich fich aus¬ 
zeichnende fpecififche Reize haben : z, 15, für die Be¬ 
rührung des R«cheneingsngs mit dem Finger, und 
für die nicht befonders ichmackhaften Brechmittel. 
Der den Eckel erregende Reiz kann nur in einem
        

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