Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrsätze aus der Physiologie des Menschen: zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Zweiter Band
Person:
Prochaska, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39357/104/
Der Blafenfteiii bildet fielt gewöhnlich in dem 
Nierenbecken oder in der Harnblafe, und nimmt auch 
„jeiftens die Geftalt diefer Behältnifse an. Indem 
er noch klein ift, fenket er fich manchesmahl in die 
Harngänge oder auch bis in die Harnröhre herab, nicht 
leiten geht er in Geftalt des Sandes oder kleiner 
Steinchen mit dem Harn ab. Im Nierenbecken wächft 
er oft zu einer beträchtlichen Gröfse, bekommt die 
äftige Form des Beckens und feiner Kelche, und füllt 
diefelben faft ganz an 5 manchesmahl find auch meh¬ 
rere Steine da beyfammen , desgleichen auch in der 
Harnblafe. Der in der Blafe gebildete Stein ift mei- 
ftens ey förmig, manchesmahl hat er an feiner Ober¬ 
fläche ftumpfe Hügeln , manchesmahl viele warzen¬ 
förmige oder fpitzige Erhabenheiten. Er Wächft oft 
zu einer beträchtlichen Gröfse und Schwere, bis ir» 
12 Unzen ; auch 3 Pfund und darüber fcltw ete Stei¬ 
ne wurden fchon in der Blafe gefunden. 
§. 6cg. 
Wenn man die Blafenfteine in der Mitte durch- 
fäget, zeigt es fleh, dafs der Anfang derfeiben eilt 
kleines Korn von Schleim, Blut, meiftens aber ein 
Sandkorn war, manchesmahl hat man auch fremde 
Körper darin gefunden, welche durch Zutall in die 
Blafe gekommen find. Um diefes Korn legt fich die 
Erde fchichtenweife, bis es durch viele folche Schich¬ 
ten zu einer beträchtlichen Gröfse anwächft» üiefe
        

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