Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrsätze aus der Physiologie des Menschen: zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Erster Band
Person:
Prochaska, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39356/79/
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§. u6. 
An dem Lichte unterfcheidet man chemifche und 
phylifche Kigenfehaften ; durch beyde ift es auf un¬ 
fern Körper wirkfam. Chemifch betrachtet zeigt 
lieh der Lichtftoff als eine undurebdringbare elafli- 
fche Flüffigkeit , deren Schwere nicht bemerkt wer¬ 
den kann , und welche vertnog ihrer Verwandtfchalt 
lieh mit andern Körpern verbindet, felbe zerfetzet, 
und aus ihren Verbindungen kann wieder gefchie- 
den werden. 
§• lll- 
Aus diefem Grunde ift das Licht auf organifche 
Körper befonders wirkfam , die ohne dasfelbe an 
ihrer Lebenskraft gefchwücbt werden , und dieferwe- 
gen in ihrem Wachsthume nicht wohl fortkommen, 
wie es die im Schatten flehenden Gewächfe bewei- 
fen , welche weder ihr natürliches Wachsthum, noch 
ihre natürliche Farbe erhalten. Nach Vaffali’s Be¬ 
obachtung fJf) hatte das Lampenlicht ähnliche Wir¬ 
kung auf die Farbe der Gewächfe und auf die Kry- 
ftallifation wie das Sonnenlicht. 
*) Crell chemifche Annalen 7. und 8, Stück 1795» 
§. nR. 
Auf den menfc’nlichen Körper fcheint der Man¬ 
gel des Lichts und befonders des Sonnenlichts ähnli¬ 
che Wirkung zu haben , indem ein im fchattichten und 
finftern Zimmer eingefperrter Menfch eine blafsgelbe
        

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