Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrsätze aus der Physiologie des Menschen: zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Erster Band
Person:
Prochaska, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39356/192/
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S» 313» 
Die Ideen haben unter andern auch diefe Ei- 
geöfchaft, dafs fie gewöhnlich länger, als der Ein¬ 
druck, der lie veranlafst hatte, dauern; denn der 
Eindruck hat oft fchon aufgehört auf uns zu wirken, 
als indeflen fein Gefühl oder feine Idee noch immer 
von uns empfunden wird. 
§• 314. 
Da die Ideen ein Vorrath von Gegenftänden find, 
Womit fich das Denken befchäftiget, fo ift es auch 
fehr nothwendig, dafs wir der Ideen viele, lebhaf¬ 
te , deutliche und richtige haben , wenn das Denken 
darüber richtig, gut und gründlich feyn foil. 
§• 315- 
Die Lebhaftigkeit und Deutlichkeit der Ideen 
haben wir nebft der guten Einrichtung der äufseren 
Sinne und des Gehirns den anhaltenden oder wie¬ 
derholten Eindrücken, der Neuheit und Selbftftändig- 
keit derfelben, und dann der Aufmerkfamkeit zu 
verdanken. 
§♦ 316. 
Die Aufmerkfamkeit (attentio) ift eine Einfchrän- 
kung der Perception auf einen oder den anderen Ge- 
genftaud , der die Seele iutereffirt; fie ift die Mutter 
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