Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrsätze aus der Physiologie des Menschen: zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Erster Band
Person:
Prochaska, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39356/167/
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§• 258, 
Bey Thieren, deren Nnfenhöhlen Linger, die 
Mulchelknochen grofser und complicirter find, iff der 
Geruch auch ftärker, und fie übertreffen hierin den 
Menlchen, weil bey folcher Einrichtung die einge- 
athraete Luft mehr von ihren Geruchstheilen abfet- 
zen tnufs, und es find über das noch ihre Geruchs- 
nerven auch ftärker. 
§• 259. 
Die Seitenhöhlen der Nafe fcheinen zmn Gerü¬ 
che nicht beftimmt zu feyn, weil fie nur mittelft 
einzelner und kleiner Oeffnungen in die Nafe fich er¬ 
öffnen, durch welche die eingeathinete Luft keinen 
Zug nehmen kann, folglich können keine oder nur 
wenige Geruchtheile in felbe eindringen. 
§. c6o. 
Die Verfchiedenheit der Gerüche geht bis ins 
Unendliche; man theilet fie in die angenehmen, un¬ 
angenehmen und in die Mittelgerüche ein. Sie han¬ 
gen ab theils von der Natur, Kräften, Mifchtmg und 
Proportion der Geruchstheilchen, theils von der Ein¬ 
richtung und Befchaffenheit des Geruchorgans über¬ 
haupt, und insbefondere von der Stimmung der Ner- 
venkraft: denn mehrere der angenehmften Gerüche 
z. B. Bifam, RofenÖhi u. f. w., wenn ihre Geruchs¬ 
theilchen zu viele auf einmahl gerochen werden,
        

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