Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrsätze aus der Physiologie des Menschen: zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Erster Band
Person:
Prochaska, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39356/121/
bey den Thieren das Feuer, die Viracit.it oder Leb¬ 
haftigkeit nennt. Je mehr maa der Lebhaftigkeit in 
den Empfindungen und Bewegungen eines Menfchen 
gewahr wird, defto mehr Nerrenkraft erzeugt fein 
Nerrenfyftem. Folglich flehet die Menge der Ner- 
venkraft mit dem Leben im gleichen Verhältnifse : 
je jünger, je gefunder der Menfch ift, je fähiger 
fein Nervenfyftem zur Erzeugung der Nerrenkraft 
ift, defto mehr erzeugt er Nerrenkraft, und defto 
deutlicher zeigt lie fleh durch die Lebhaftigkeit fei¬ 
ner Empfindungen und Bewegungen. Daraus ergibt 
lieh auch die [Jrfache, warum die Nahrung, das 
Temperament und das Klima auf das Nerveufyflem 
und auf die Nerrenkraft wirkfatn feyn können. 
S- i?3* 
Die Entftehung der Nerrenkraft hängt nebft dem 
Leben und Organifation auch von dem Reize ab. 
Der Mangel des Reizes zur Zeit der für die Erhal¬ 
tung der Nerrenkraft nSthigen Ruhe begünftiget die 
.Entftehung und Vermehrung der Nervenkraft, daher 
find wir beym Erwachen nach einem natürlichen 
Bchiafe in Empfindungen und Bewegungen geftärket, 
und zu 3llen Gefchäften mehr aufgelegt. Der über 
die Maffen anhaltende Mangel des Reizes min¬ 
dert dis Nervenkraft, macht uns träge , fchläfrig, 
xr d ein Muskel, welcher lange nicht bewegt wird, 
kann auch paralytifch werden. Die Gegenwart das
        

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