Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrsätze aus der Physiologie des Menschen: zum Gebrauche seiner Vorlesungen. Erster Band
Person:
Prochaska, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39356/120/
tion der Nervenfubftanz ab. Wird diefe z. B. durch 
Quetfchung und befonders durch den elektrifchen 
Funken verletzt, welche letztere Verletzung fleh 
durch eine gelblichte Farbe auszuzeichnen pflegt, fo 
wird augenblicklich die Nervenkraft in felben , fo 
weit die Verletzung reichet, unwiederbringlich ver¬ 
nichtet ; die unverletzten Theile des Nerven behal¬ 
ten hingegen ihre Nervenkraft fowohl ober als un¬ 
ter der Verletzung wie zuvor. Wird daher der 
elektrifche Funken nur durch das Gehirn geführt, fo 
geht die Nervenkraft des Gehirns und damit die 
Empfindung und das Bewufsfeyn verloren , als ut>- 
terdelTen die unverletzten Nerven ihre Kraft behal¬ 
ten. Wird aber ein heftiger Funken vom Kopfe 
bis zu den Füfsen eines Frofches geführt, wodurch 
das ganze Nervenfyftem verletzt zu werden fcheint, 
fo geht die Nervenkraft in dem ganzen Nervenfy- 
fteme verloren, und damit auch die Muskelkraft, die 
kein Metallreiz mehr erwecken kann. Der Fall der 
verletzten Organifation des Gehirns fcheint auch 
oft die Urfache der Schlagflüfse bey Menfchen zu 
feyn, wenn gleich wir nicht im Stande find, die 
Verletzung mit unferen Augen ausfindig zu machen. 
§. 172» 
Die durch die Kraft des Lehens ( §. 169.) und 
der Organifation (§. 171.) in dem Nervenfyfteme er¬ 
zeugte Nervenkraft zeichnet lieh vorzüglich durch 
das aus, was man bey dem Menfchen fowohl als
        

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