Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
480 Uebungs-Aufgaben mit Auflösungen für die Sammlungen von Apparaten zum experimentellen Studium der Physik von Meiser & Mertig
Person:
Anonymous
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39354/88/
Physikalisch technische Werkstätten Sleiser & Mertig, Dresden. 87 
98. Diese Versuche sollen mit der Behandlung des Prismas vertrauter machen. 
Man kann die Farbenstrahlen mischen. Wenn die bunten Glasplatten 
verwendet werden, z. B. das rothe und blaue Glas, lässt sich die Mischung 
deutlicher beobachten. 
99. Beide Spalte müssen in deutlicher Sehweite, am besten gleich weit vom 
Auge entfernt sein. Als Entfernung gilt der Weg, den ihre Strahlen 
bis zum Auge zurückzulegen haben. — Die Versuche sollen vor allem 
Bekanntes in anderer Form zur Anschauung bringen. 
100. Der Versuch ist ausführbar, man berücksichtige aber, dass bei Anwen¬ 
dung der grossen Convexlinse Spalt und Bild wenigstens 80 cm von 
einander entfernt sind. 
101. Es gilt hinsichtlich des Gebrauchs der Convexlinse dasselbe wie bei Auf¬ 
gabe 100. Man verändere die Entfernung der Convexlinse vom Spalt 
und lasse schliesslich das Spektrum so breit werden, als es die Räum¬ 
lichkeiten zulassen. 
102. Die Papiere erscheinen dunkel in den Farben des Spektrums, die sie 
wenig, hell in denen, die sie stark reflektiren. 
103. Die Bnntglasplatte absorbirt eine Reihe von Farbenstrahlen. Blickt 
man z. B. mit der blauen Glasplatte nach dem Lichte, so sieht man ein 
rothes und ein blaues Flammenbild scharf, andersfarbige nur verwaschen. 
Es ist gleich, ob tue Platte zwischen Flamme und Prisma oder zwischen 
Prisma und Auge gehalten wird. Man bringe die Glasplatte allmählich 
vor das Auge. 
104. Bei Anwendung der blauen Glasplatte sieht man ein scharfes rothes 
und blaues Flammenbild. 
105. Vor der Lichtquelle steht also ein Spalt. Die Absorptionsspectra treten 
bei Anwendung der dunklen Buntgläser am schärfsten hervor. Als 
Absorptionsflüssigkeit verwende man eine Lösung von übermangansaurem 
Kali, auch rothe Tinte zeigt schon deutliche Absorptionsstreifen. 
106. Die Fraunliofer'schen Linien sind deutlich zu sehen. 
107. Kerzenlicht ist zu schwach. Man löse Kochsalz in Wasser und giesse 
es zum Spiritus der Lampe. Die Linie tritt scharf hervor. 
108. Das Fernrohr ist auf den Spalt eingestellt. Man beachte die Fraun- 
hofer’schen Linien, wenn Versuchsanordnnng nach Aufg. 106 getroffen war. 
109. Die Wege, welche die Lichtstrahlen vom Spalt und von der Skala bis 
zum Auge zurücklegen, müssen einander gleich sein. Vergl. Aufl. 99. 
110. Das Fernrohr ist auf die Lichtquelle eingestellt. Wenn man mit blossem 
Auge beobachtet, muss sich die Lichtquelle in deutlicher Sehweite 
befinden. 
111. Stanniol schneidet man auf Glas. Wenn man durch rothes oder blaues 
Glas die Erscheinungen beobachtet, treten nur helle und dunkle 
Streifen auf. 
112. Wie Aufl. 111. 
113. Man stelle beide Spiegel ungefähr in die richtige Neigung gegen die 
Verticale, kreuzt ihre Ebenen und ändert die Neigung des unteren 
Spiegels, bis das oben reflectirte Licht im Minimum ist, darnach ändert 
man in gleicher Weise die Neigung des oberen Spiegels. 
114. Man wird 4 Lagen finden, bei welchen die Farbe des Blättchens ver¬ 
schwindet und das Feld dunkel erscheint. 
115. Wie Aufl. 114, nur tritt an Stelle der Dunkelheit Helligkeit und an 
Stelle jeder Farbe deren complementäre. 
Physikalisch-technische Werkstätten Meiner & Mertig, Dresden.
        

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