Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
480 Uebungs-Aufgaben mit Auflösungen für die Sammlungen von Apparaten zum experimentellen Studium der Physik von Meiser & Mertig
Person:
Anonymous
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39354/54/
Physikalisch-technische Werkstätten Weiser & Mertig. Dresden. 53 
22. Man bringe an das Ende der optischen Bank eine Lichtkerze und auf 
den Stab selbst einen Kerzenhalter mit einem Licht (Stückchen einer 
Stearinkerze), welches man anzündet. Zwischen beide Lichter stelle man 
den Spiegelhalter mit eingesetzter Spiegelplatte. Durch Drehen der 
Glasplatte, durch Verschieben, Höher- oder Niedrigstellen der anderen 
Kerze ist es so weit zu bringen, dass ein auf der Lichtseite des Spiegels 
befindliches Auge das Bild der brennenden Kerze genau auf den Docht 
der anderen Kerze versetzt sieht, so dafs dieselbe auch zu brennen 
scheint. Es ist aus den in Frage kommenden Entfernungen das Spiegel¬ 
gesetz abzuleiten. 
23. Zur genauen Ablesung eines Thermometers empfiehlt es sich, dasselbe in 
die deutliche Sehweite zu bringen und in die halbe Entfernung vor das 
Auge einen Spiegel parallel der Thermometerröhre aufzustellen. Blickt 
man nach dem Quecksilber und gleichzeitig in den Spiegel, so müssen 
Skalenstrich, Quecksilberkuppe und Augenbild in einen Punkt zu¬ 
sammenfallen. Es soll versuchsweise eine derartige Ablesung vorge¬ 
nommen werden. 
24. Es soll nur mit den Hülfsmitteln der Sammlung ein Spiegelsextant zu¬ 
sammengestellt werden. 
25. Es ist zu untersuchen, ob die Spiegelplatten der Sammlung wirklich 
ebene Flächen besitzen. 
26. Fast sämmtliche Spiegelglasplatten besitzen nicht vollkommen parallele 
Ebenen. Es ist die Richtung zu bestimmen, in welcher sich beide Ebenen 
bei Verlängerung schneiden würden. 
27. Es ist die Veränderung in der Reflexion der Spiegelglasplatte zu beob¬ 
achten, wenn wir der hinteren Fläche buntes Glas bis zur Berührung 
nähern. 
28. Es ist die Veränderung in der Reflexion der Spiegelglasplatte zu beob¬ 
achten, wenn wir auf die hintere Fläche buntes Papier, zuletzt schwarzes 
Papier legen. 
29. Um eine Vorstellung von der Stärke der Reflexion einer Spiegelglas- 
platte zu gewinnen, deren Rückseite mit buntem oder schwarzem Fapier 
belegt ist, soll der Apparat nach Aufg. 9 benutzt werden. 
30. Es soll versucht werden, in gleicher Weise die Intensität des von dem 
bunten Papier der Sammlung zurückgeworfenen Lichtes zu untersuchen. 
31. Wie kann man mit einer Untertasse voll Wasser und schwarzem Papier 
einen Horizontalspiegel hersteilen? 
32. An einem senkrechten Stabe befestige man die grosse Convexlinse und 
darüber einen Spiegel in solcher Lage, dass die Sonnenstrahlen senkrecht 
auf die Linse reflektirt werden. Im Brennpunkt der Linse, also senk¬ 
recht darunter, bringe man einen grossen Linsenhalter mit Tischeinsatz 
und Glasplatte an. Auf diese Glasplatte lege man kleine Stückchen 
buntes und schwarzes Papier, so dass bei Drehung der Hatte, ^wech¬ 
selnd andersfarbige Papierblättchen m den Brennpunkt der Linse ge¬ 
langen. Es ist zu untersuchen, welches Papier am ersten zu rauchen 
und zu versengen anfängt. 
33 Man befestige an einem senkrechten Stab einen grossen Linsenhalter und 
setze in demselben den oberen Einsatz für Polansationsapparat mit Silber- 
snieo-el. Senkrecht darunter bringe man ein Blatt schwarzes Papier, auf 
welchem ein schmaler Streifen weissen Papieres liegt. Es ist im Spiegel 
der weisse Streifen zu beobachten, wenn der obere Einsatz mit dem 
Spiegel gedreht wird. Wieviel Mal dreht sich das Spiegelbild des Strei¬ 
fens um wenn der obere Einsatz eine ganze Umdrehung gemacht hat? 
Physikalisch-technische Werkstätten Heiser & Mertig, Dresden.
        

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