Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
480 Uebungs-Aufgaben mit Auflösungen für die Sammlungen von Apparaten zum experimentellen Studium der Physik von Meiser & Mertig
Person:
Anonymous
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39354/34/
34 Physikalisch-technische Werkstätten Elsiser & Mertig, Dresden. 
105. Wir stellen uns mit einer Glasplatte und Stanniol eine Franklin'sche 
Tafel her, laden dieselbe und berühren mit der Probekugel oder dem 
Entlader den ersten Beleg, während wir den zweiten ableiten. Es ist 
wiederholt am stets wieder abgeleiteten Elektroskop die Stärke der 
Ladung der Probekugel oder des Entladers zu beobachten. 
106. Wir legen auf die Hartgummiplatte ein Blättchen Stanniol, auf dieses 
die Levdner Plasche und daneben den Stöpsel mit Spitze vom Plugrad. 
Nun verbinden wir den Knopf der Leydner Flasche mit einem Conductor 
der Elektrisirmascbine (den anderen Conductor leiten wir natürlich ab) 
und setzen letztere in Gang. Sehr bald wird sich eine Ladung des in 
der Nähe aufzustellenden Elektroskops zeigen. Es soll die Art der La¬ 
dung im Vergleich zur Elektricitätsquelle untersucht werden. 
107. Wir laden an der Elektrisirmaschine die Leydner Flasche und lassen sie 
mit ihrer Ladung einige Zeit stehen. Darnach entladen wir sie und 
entfernen sofort den inneren Beleg. Nach kurzer Zeit bringen wir wie¬ 
der den Beleg in die Flasche und beobachten nach einer Pause eine neue 
Ladung der Flasche. 
(Die Flasche ist während des Versuchs auf die unelektrische Hart¬ 
gummiplatte zu stellen.) 
108. Wir stellen uns eine Franklin’sche Tafel her, deren isolirende Zwischen¬ 
schicht die unelektrische Hartgummiplatte bildet, laden dieselbe und 
entladen sie nach einiger Zeit. Nach einer Pause berühren wir mit dem 
einen Beleg das ungeladene Elektroskop und leiten dabei den anderen 
Beleg ab. 
109. Wir stellen uns mit einer Glasplatte und Stanniol eine Franklin'sche 
Tafel her und laden dieselbe. Nun berühren wir das Elektroskop zuerst 
mit dem zweiten Beleg, während wir den ersten nicht ableiten, darnach 
mit dem ersten Beleg, ohne den zweiten abzuleiten u. s. w. 
110. Wir stellen eine Franklin'sche Tafel her, deren isolirende Zwischen¬ 
schicht zwei Glasplatten bilden, zwischen welchen ein Blättchen Stan¬ 
niol von der Grösse der Belege eingelegt ist. Wir treffen Vorkehrung, 
dass wir diese leitende Zwischenschicht ableiten können (durch ein Streif- 
chen Stanniol) und laden die Tafel. Es ist nun zu untersuchen, welchen 
Einfluss diese Zwischenschicht bei und ohne Ableitung auf das Verhalten 
der Franklin’schen Tafel am Elektroskop ausübt. 
111. Wir legen auf ein abgeleitetes Blatt Stanniol eine isolirende Glasplatte 
und au? diese einen Beleg. Wir laden diese Franklin'sche Tafel. Nun 
legen wir auf den oberen Beleg eine zweite isolirende Glasplatte mit 
Beleg, so dass wir mittelst dieser Glasplatte den obersten Beleg (Elek¬ 
trophordeckel) heben und wieder senken können. Das Ganze ist eine 
veränderte Form des Elektrophors, es soll diese Thatsache am Elektro¬ 
skop näher untersucht werden. 
112. Wir legen auf eine isolirende Glasplatte ein Blättchen Stanniol, auf 
dieses eine Glasplatte, auf diese die elektrische Hartgummiplatte, darauf 
eine isolirende Glasplatte und auf diese zuletzt wiederum ein Blättchen 
Stanniol; dasselbe berühren wir ableitend mit dem Finger. Wir heben 
jetzt die oberste Glasplatte mit dem Beleg empor, berühren ihn mit dem 
Entlader oder der Probekugel und prüfen die Art der Ladung dieser 
Körper am Elektroskop. 
113. Wir behalten die Versuchsanordnung der vorigen Aufgabe, berühren aber 
den emporgehobenen Beleg ableitend mit dem Finger, legen ihn dann 
(mit der Glasplatte) wieder auf die elektrische Hartgummiplatte, be¬ 
rühren ihn jetzt mit der Probekugel oder dem Entlader und prüfen die 
Art der Ladung dieser Körper am Elektroskop. 
Physikalisch-technische Werkstätten Meiser & Mertig, Dresden.
        

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