Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
480 Uebungs-Aufgaben mit Auflösungen für die Sammlungen von Apparaten zum experimentellen Studium der Physik von Meiser & Mertig
Person:
Anonymous
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39354/33/
Physikalisch-technische Werkstätten Meiser & Mertig-, Dresden. 33 
96. Wir legen die elektrische Hartgummiplatte auf die Leydner Flasche, 
deren Knopf mit Drahtgestell und inneren Beleg wir herausgenommen 
haben. Auf die Platte stellen wir das Elektroskop und stellen im 
weiteren die Versuche der fünf letzten Aufgaben an. 
97. Wir verbinden den Knopf der Leydner Flasche, deren gute Isolation 
für das Gelingen der folgenden Versuche eine Hauptbedingung ist, 
durch eine Leitungsschnur mit dem Elektroskop, stellen dann die Leydner 
Flasche auf eine gut isolirende Glasplatte und nähern der Elektroskop- 
scheibe die schwach elektrische Hartgummiplatte. Es sind die Blättchen 
des Elektroskops zu beobachten, wenn wir den äusseren Beleg der 
Leydner Flasche ableitend berühren, dann die Hartgummiplatte entfernen 
und zuletzt den äusseren Beleg der Leydner Flasche nochmals ableitend 
berühren. (Die Versuche sind schnell hintereinander auszuführen.) 
1)8. Wir behalten die Versuchsanordnung der letzten Aufgabe bei, nähern 
die Hartgummiplatte jetzt dem äusseren Beleg der Leydner Flasche und 
verfahren dann ganz genau wie vorher. 
99. Wir verbinden den Knopf der Leydner Flasche, welche auf einer isoli- 
renden Glasplatte steht, durch eine Leitungsschnur mit einer Endkugel 
des Entladers und berühren mit der anderen Kugel desselben das Elek¬ 
troskop. Jetzt nähern wir dem äusseren Beleg der Leydner Flasche die 
schwach elektrische Hartgummiplatte, unterbrechen dann durch Abheben 
des Entladers die Verbindung mit dem Elektroskop und untersuchen die 
Art der Elektricität des geladenen Elektroskops. 
100. Wir behalten die Anordnung der vorigen Aufgabe bei, nur berühren wir 
vorläufig das Elektroskop noch nicht mit dem Entlader. Wir nähern 
jetzt dem äusseren Beleg der Leydner Flasche die elektrische Hart¬ 
gummiplatte, berühren dann diesen Beleg ableitend mit dem Finger, 
legen den Entlader an das Elektroskop, entfernen die Hartgummiplatte 
und unterbrechen dann wieder die Verbindung mit dem Elektroskop. Es 
ist die Art der Elektricität des geladenen Elektroskops zu untersuchen. 
101. Wir verbinden den Knopf der Leydner Flasche, welche auf einer isoli- 
renden Glasplatte steht, durch eine Leitungsschnur mit einer Endkugel 
des Entladers. Jetzt nähern wir die stark elektrische Hartgummiplatte 
dem äusseren Beleg der Leydner Flasche, während wir denselben dabei 
ableitend berühren, dann entfernen wir die Platte, während wir den 
inneren Beleg ableiten, verbinden darauf letzteren mit dem Elektroskop, 
leiten den äusseren Beleg der Flasche ab, unterbrechen wieder die Ver¬ 
bindung und untersuchen die Art der Ladung des geladenen Elektro¬ 
skops. 
Versuche über elektrische Ansammlung. 
102. Wir legen auf eine isolirende Glasplatte ein Blättchen Stanniol, ertheilen 
demselben eine Ladung und prüfen in geeigneter Weise deren Stärke 
am Elektroskop. 
103. Wir bringen auf die andere Seite der Glasplatte einen zweiten Beleg*) 
und laden den ersten Beleg, während wir den zweiten ableiten. Es ist 
am Elektroskop die Stärke der Ladung zu beobachten, wenn wir den 
zweiten Beleg ableiten. 
104. Wir stellen uns mit zwei Glasplatten als isolirender Zwischenschicht 
und zwei Stanniolbelegen eine Franklin'sche Tafel her; laden einen Beleg, 
während wir den zweiten ableiten, und prüfen am Elektroskop die Stärke 
der erhaltenen Ladung, wenn wir den zweiten Beleg entfernen. 
*) Das Stanniol haftet für kürzere Zeit geninend fest am Glase, wenn es mit Wasser benetzt wird. 
Klebstoffe sind thnnlichst zn rermeiden, da die Platte sonst sehr schwer za reinigen ist. 
3 
Physikalisch-technische Werkstätten Meiser & Mertig, Dresden.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.