Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
480 Uebungs-Aufgaben mit Auflösungen für die Sammlungen von Apparaten zum experimentellen Studium der Physik von Meiser & Mertig
Person:
Anonymous
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39354/27/
Physikalisch-technische Werkstätten Heiser & Mertig-, Dresden. 27 
24. Wir stellen bei der Versuchsanordnung' nach Aufg. 21 die elektrische 
Hartgummiplatte hinter die Scheibe der Elektrisirmascbine und halten, 
während wir die Scheibe drehen, vor dieselbe eine Spitze (Stöpsel mit 
Spitze vom Flugrad). Es ist das Elektroskop zu beobachten. — Der 
Versuch ist wichtig für das Verständniss der Influenzmaschine. 
25. Wir entfernen von der Elektrisirmaschine die Reibkissen, setzen auf den 
positiven Conductor das Flugrad und stellen hinter die Scheibe die stark 
elektrische Hartgummiplatte. Es ist das Flugrad zu beobachten, wenn 
wir die Scheibe drehen und vor dieselbe eine abgeleitete Spitze halten. 
— Die Hartgummiplatte wird stark elektrisch, wenn wir sie während 
des Reibens auf ein Blatt Papier legen und dasselbe erst entfernen, 
wenn wir die Blektricität der Hartgummiplatte wirken lassen wollen, 
in unserm Falle also im Augenblick, wo wir die Spitze vor die Scheibe 
halten. 
26. Wir setzen den Stöpsel mit Spitze (vom Flugrad) auf einen Conductor 
der Elektrisirmaschine, stülpen darüber die Levdner Flasche, deren inneren 
Beleg wir entfernt haben, und lassen die Maschine einige Zeit wirken. 
Jetzt setzen wir die Flasche auf die Hartgummiplatte, bringen vorsichtig 
den Beleg wieder hinein und beobachten mit dem Entlader die Grösse 
der Flaschenladung. 
27. Wir füllen ein Wasserglas, dessen Durchmesser noch nicht so gross ist 
als derjenige eines Conductors der Elektrisirmaschine mit Cigarrenrauch 
und stürzen dasselbe über einen Conductor, auf welchen eine Spitze auf¬ 
gesetzt ist. Bei Ingangsetzung der Maschine wird sehr bald der Rauch 
verschwinden.— Der Versuch gelingt noch besser, wenn wir einen Glas¬ 
zylinder hierzu benutzen, dessen beide Oeffnungen durch Korke mit ein¬ 
gesteckten Metallspitzen verschlossen sind. Die Spitzen werden mit den 
Condnctoren der Maschine verbunden. Der Rauch kann auch durch 
brennenden Feuerschwamm hergestellt werden. 
Versuche am Elektroskop. 
28. Wir berühren mit der Probekugel den geladenen Conductor der Elek¬ 
trisirmaschine und theilen die erhaltene Ladung der Probekugel dem 
Elektroskop durch Berührung mit. Es soll vergleichsweise das Elek¬ 
troskop auf dieselbe Weise mit dem Entlader (als isolirter Leiter) ge¬ 
laden werden. 
29. Wir wiederholen die Versuche der vorigen Aufgabe in der Weise, dass 
wir statt des Conductors der Elektrisirmascbine den Knopf der geladenen 
Leydner Flasche benutzen, deren äusserer Beleg abgeleitet ist. 
30. Wir berühren mit dem Entlader die Kugel des geladenen Elektroskops. 
entfernen den Entlader und leiten ihn ab, berühren wieder die Kugel 
und so fort. Denselben Versuch führen wir vergleichsweise mit der 
Probekugel aus. 
31. Es ist die Anordnung der Elektricität eines geladenen Conductors der 
Elektrisirmaschine auf die Weise zu untersuchen, dass wir mit der 
Probekugel oder dem Entlader den Körper an einem Punkte berühren 
und die erhaltene Ladung dem stets vorher abgeleiteten Elektroskope 
mittheilen. 
32. Wir berühren die Scheibe des geladenen Elektroskops mit einem Holz¬ 
stäbchen und beobachten die Blättchen. 
33. Wir fassen einen etwa 1 m langen Faden aus Seide, Wolle u. s. w. an 
den Enden mit je einer Hand und halten seine Mitte au das geladene 
Elektroskop. 
Physikalisch-technische Werkstätten Heizer & Hertig. Dresden.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.