Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Descendenz-Theorie. II. Über die letzten Ursachen der Transmutationen
Person:
Weismann, August
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39350/87/
Ontogenese und Morphologie der Sphingiden-Zeichnung. 
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Sobald die Räupchen sieb mit Nahrung gefüllt haben, bekom¬ 
men sie einen Strich ins Grünliche. Nach vier Tagen erfolgt die 
erste Häutung. Unmittelbar nach derselben ist noch keine 
deutliche Zeichnung zu erkennen, mit Ausnahme einer grünlich- 
weissen Stigmale. Nach einigen Stunden aber wird die anfäng¬ 
lich hellgrüne Grundfarbe dunkler und zugleich tritt eine grün- 
lichweisse Subdorsallinie scharf hervor, sowie eine ihr 
parallellaufende Linie oberhalb der Stigmen, die bei Pterogon 
Gorgoniades bereits als Suprastigmale bezeichnet wurde. 
Eine Dorsale fehlt, der Kopf ist hellgrün, mit zwei schmalen, 
den Clypeus einrahmenden, schwarzbraunen Streifen ; Horn und 
Thoracalfüsse schwarz; Afterfüsse röthlichgrün; Länge 12—13 
Millim. (Fig. 54). 
Stadium III. 
Nach weiteren vier Tagen erfolgt die zweite Häutung, welche 
weder in Färbung noch Zeichnung eine Aenderung mit sich bringt. 
Nur das Horn wird bräunlich mit schwarzer, jetzt nicht mehr gab- 
liger Spitze. Wie schon vorher sind auch jetzt die Räupchen vor- 
trelflich den Kiefernadeln angepasst, an denen sie den ganzen 
Tag über fressen und lassen sich nur schwer zwischen ihnen er¬ 
kennen. 
Stadium IV. 
Auch die dritte Häutung bringt keine wesentlichen Aende- 
rungen. Grundfärbung und Zeichnung bleiben dieselben, nur die 
Stigmen, welche vorher unscheinbar gelblich waren, fallen jetzt 
durch ein lebhaftes Ziegelroth ins Auge. Das Horn wird an der 
Basis gelbroth. 
Stadium V. 
Erst im fünften und letzten Stadium ändert sich die Zeich¬ 
nung wesentlich. Ein rothbrauner, breiter Dorsalstreif ver¬ 
drängt mehr oder weniger vollständig die weisse Subdorsale. 
Auch die Suprastigmale wird in viele kurze Stücke unterbro¬ 
chen , während die grüne Grundfarbe je nach dem Individuum mehr 
oder weniger durch den bräunlichen Ton verdeckt wird, der vom 
Rücken gegen die Flanken sich herabzieht. Horn schwarz, immer 
noch gegabelt, Segment 1 oben mit einer Hornplatte, ähnlich wie 
sie die Raupen der Deilephilaarten besitzen.
        

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