Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Descendenz-Theorie. II. Über die letzten Ursachen der Transmutationen
Person:
Weismann, August
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39350/54/
BO 
Ootogenese und Morphologie der Sphingiden-Zeichnuug. 
erkannte man nabe dem Vorderrand jeden Segmentes die erste Spur 
der späteren Ringflecke in Gestalt eines schwach gelben, rundlichen, 
übrigens nicht scharf umschriebenen, a ufder Subdorsallinie 
seihst stehenden Fleckes (Fig. 13). Derselbe fehlte nur auf Segment 
eins, auf welchem auch später kein Ringfleck steht. 
Ausser diesen Zeichnungselementen war nur noch ein gelblich- 
weisser Stigmastreif zu beobachten. 
Leider ging dieses einzige Exemplar zu Grunde, ehe es die 
Häutung, zu der es sich anschickte, überstanden hatte. Jedenfalls 
ist mit dieser bereits eine sehr bedeutende Umwandlung verbunden. 
Ich schliesse dies aus einem aufgeblasenen Exemplar der Stau¬ 
ding er’sehen Sammlung, welches bei einer Länge von nur 18 Mill, 
doch schon die spätere graue Färbung an Stelle des schönen Grün 
zeigt. Die breite weisse Subdorsale trägt auf jedem Segment ein 
rothes Fleckchen, oben und unten von schwarzem Halbmond ein¬ 
gefasst (Fig. 49 A.). Dies wäre das dritte Stadium. Daran 
schliesst sich dann das vierte Stadium, von dem ich mehrere 
Raupen lebend gesehen habe. Auch hier ist bei manchen Raupen 
die Subdorsale noch völlig deutlich vorhanden (Fig. 14), aber die 
Flecke (Spiegel) sind jetzt vollständig von einem schmalen schwar¬ 
zen Ring (Hof) umgeben, der sie scharf von der Subdorsale ab¬ 
setzt (Fig. 49 B.). Im fünften Stadium wird dann dieser Ring 
zu einem etwas unregelmässig gestalteten schwarzen Hof, wäh¬ 
rend die Subdorsale vollständig verschwindet (Fig. 51 und 49 C.). 
Die Spiegel selbst sind weiss, tragen aber meist noch einen röth- 
lichen Kernfleck, der offenbar dem primären gelben Flecken ent¬ 
spricht, mit welchem die ganze Entwicklung ihren Anfang nahm. 
Doch fehlt er auch zuweilen, wie denn auch in den früheren Stadien 
mancherlei Variationen Vorkommen, die sich aber alle als Bildungs¬ 
hemmung oder-Verzögerung leicht verstehen lassen. So schwindet 
die Subdorsale oft früher und ist im Stadium IV. nur noch als 
schwacher Lichtstreif vorhanden. 
5. Deilephila Galii. 
Ganz ähnlich scheint die Entwicklung der Zeichnung von D. 
Galji vor sich zu gehen. Bei der erwachsenen Raupe ist auch hier 
keine Spur einer Subdorsallinie zu erkennen. Auf dunkel oliven¬ 
grünem oder auch schwärzlichbraunem, braunem oder lehmgelben
        

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