Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Descendenz-Theorie. II. Über die letzten Ursachen der Transmutationen
Person:
Weismann, August
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39350/25/
Einleitung. 
Die allgemeine Idee, um derentwillen die in dieser Abhand¬ 
lung niedergelegten Untersuchungen angestellt wurden, fand schon 
ira Vorwort ihre Besprechung, auch wurde dargelegt, warum grade 
die Zeichnung der Raupen und speciell der Sphingiden-Raupen zur 
Prüfung dieser Idee ausgewählt wurde. 
Die Aufgabe, die sich hier stellte, war diese : es sollte der 
Versuch gemacht werden, alle Zeichnungsformen, welche 
bei den Sphingiden-Raupen Vorkommen, darauf hin 
zu prüfen, ob sie sich aus den bekannten Um Wand¬ 
lungsfaktoren ableiten lassen oder nicht. 
Dass Naturzüchtung eine grosse Anzahl von Charakteren ins 
Leben ruft, kann nicht bezweifelt werden, ebensowenig, dass eine 
grosse Menge der verschiedensten äussern Einflüsse auf direktem 
Wege den Organismus zu Abänderungen zwingen können, dass 
aber diese beiden Umwandlungsfaktoren zusammen mit den ihnen 
nachfolgenden correlativen Abänderungen im .Stande sind alle 
Charaktere irgend eines, wenn auch noch so kleinen Formenge¬ 
bietes hervorzurufen, dies war zwar wohl behauptet, niemals aber 
noch nachgewiesen worden. Darauf aber schien es mir ganz be¬ 
sonders jetzt anzukommen. Nicht um den Nachweis handelt es 
sich jetzt mehr, dass die Aussen weit verändernd auf die Or¬ 
ganismen einwirkt — dieser ist bereits geführt worden — wohl 
aber um die Frage, ob alle Abänderung Folge der Ein¬ 
wirkungen der Aussenwelt auf den Organismus ist. 
Gelang es, alle vorkommenden Zeichnungs - Elemente auf einen 
der bekannten Faktoren der Art-Umwandlung zurückzuführen, so 
war damit eine „innere Entwicklungskraft“, auf diesem Gebiete 
wenigstens, als nicht wirksam nachgewiesen, gelang es nicht, 
Weismann, Studien. II. j
        

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