Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Elektron: 104 Schüler-Experimente aus dem Gebiete der Elektrizität
Person:
Schulze, Richard
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39333/34/
lampe b verbindet man mittels einer Kette oder eines Drahtes mit dem 
Elektroskop c. Sobald die Maschine funktioniert, zeigt das Elektroskop 
eine Ladung an. Dieses Experiment veranschaulicht zugleich die Wirkungs¬ 
weise des Blitzableiters. 
75. Versuch. Der Blitzableiter wird durch Fig. 52 
veranschaulicht. Man bringt in den Teller einige 
Tropfen Schwefeläther, verbindet den Haken des 
Stativs mit der Erde, schraubt die die Auffange¬ 
stange darstellende Spitze ab und nähert den 
Knopf der Leydener Flasche der oberen Kugel 
des Apparates. Der überspringende Funken wird 
den Äther entzünden. 
Schraubt man nun die Auffangestange auf, 
verbindet sie leitend mit der Erde und nähert 
die Leydener Flasche der Spitze, so entzündet sich der Äther nicht, denn 
die Flasche entladet sich allmähllich, und die Elektrizität geht von der 
Stange aus direkt in die Erde. 
76. Versuch. Dieser Versuch soll uns zeigen, daß die positive Elektrizität 
zur negativen strömt und nicht umkehrt. Die beiden Kugeln des Apparates, 
Fig. 53, werden mit der Maschine verbunden, und das Licht wird so ein¬ 
gestellt, daß die Flamme in gleicher Höhe mit den Kugeln steht. 
Um mit diesem Apparat gleichzeitig den elektrischen Wind 
nachweisen zu können, ist eine Extrakugel mit Spitze beigegeben. Man 
nimmt beide Kugeln vom Apparat ab und setzt dafür die Kugel mit der 
Spitze auf. Bei richtiger Stellung der Flamme kann man diese leicht zum 
Erlöschen bringen. 
Elektrische Hauchbilder. 
77. Versuch, Ein sehr interessanter Versuch läßt sich mit dem 
Apparat Fig. 54 ausführen. Auf die kleine Hartgummisäule 
mit der Spitze innen wird eine kleine Geldmünze gelegt, auf 
diese die beigegebene Glastafel und auf diese wieder eine 
Münze. Das Ganze wird durch die Feder des verschiebbaren 
Stabes festgehalten. Nun verbindet man das Stativ und den 
Ring oben am Apparat mit der Maschine und läßt zwischen Fig. 54. 
den beiden Münzen, über die Glastafel hinweg, Funken überspringen- 
Dieses muß mehrere Minuten lang geschehen, z. B. bei einer kleinen 
20 cm-Maschine fünf Minuten. Nimmt man jetzt das Glas weg und haucht 
auf die betreffenden Stellen, so sieht man den genauen Abdruck der 
Münze. Man kann auch aus Stanniol Buchstaben oder Namen auf das 
Glas auflegen etc. ln diesem Falle muß die untere Seite des Glases auch 
so weit mit Stanniol belegt werden. Der Abdruck hält sich monatelang, 
wenn er nicht kräftig fortgewischt wird, und kommt immer wieder zum 
— 34
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.