Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einfluss der Nervina auf die psychischen Leistungen
Person:
Münsterberg, Hugo
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38797/21/
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Die Verschiedenheit der Wirkung tritt hier schon deutlich 
hervor. Beim Phenacetin ist keine konstante Tendenz, beim 
Chinin überwiegt die Verschlechterung der Aufnahmefähig¬ 
keit, beim Antipyrin hat sie ausnahmslose Geltung. Das 
Protokoll über das subjektive Befinden ergibt dagegen nur 
nach Chinin allgemeine Benommenheit, besonders bei A. und 
C., dagegen nach Antipyrin und Phenacetin gar keine störende 
Wirkung, ausser dass A. einmal nach Antipyrin vorübergehend 
schmerzenden Druck im Kopf empfand. 
Für das Buchstabenzählen ist die Verschiedenheit noch 
augenfälliger, insofern Phenacetin hier den Vorgang be¬ 
schleunigt, Antipyrin ihn verlangsamt, während nach Chinin 
zwei Phasen unterscheidbar scheinen, von denen die erste 
hemmend, die zweite beschleunigend auf den Zählakt einwirkt. 
Es ergab sich nämlich die Buchstabendifferenz für Antipyrin: 
A. 
— 20 
— 17 
— 32 
B. 
— 16 
— 29 
— 24 
C. 
— 38 
— 45 
— 35 
D. 
— 80 
— 72 
— 56 
Chinin: 
A. 
— 36 
— 27 
+ 21 
B. 
— 12 
+ 15 
+ 35 
C. 
— 40 
— 30 
. — 2 
D. 
- 25 
0 
+ 8 
Phenacetin: 
A. 
+ 40 
+ 52 
+ 60 
B. 
— 5 
-p 20 
+ 27 
C. 
+ 6 
+ 9 
+ 14 
D. 
+ 7 
+ 3 
+ 12 
Bezüglich des 
F arbenner 
mens 
zeigte sich 
eine starke individuelle Verschiedenheit, .beim Phenacetin gar 
keine ausgesprochene, konstante Wirkung, beim Antipyrin 
eine verzögernde. Es ergab sich nämlich als Zeitdifferenz für 
Antipyrin:
        

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