Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über Bewegungsempfindungen: Inaug.-Diss.
Person:
Delabarre, Edmund Burke
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38706/91/
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Widerstand beim Beginn der Bewegung. Ein besonders bemerkens¬ 
wertes Beispiel kam vor, wo. nachdem eine Anzahl solcher Fehler 
bei der Versuchsperson bemerkt worden waren, einige ergänzende 
Experimente gemacht wurden, bei denen sie bald veranlasst wurde, 
zu früh anzufangen und bald auf das Signal zu warten. Der 
Durchschnittsfehler für die 8 Experimente der ersteren Klasse war 
— 0,4, für die 9 der letzteren Klasse + 13,5. Solche Fälle kamen 
nicht oft vor, aber wenn sie bemerkt wurden, war das Resultat 
fast immer dasselbe. Gelegentlich jedoch, wenn die Versuchs¬ 
person zu früh anfing, bemerkte sie den Fehler, hielt ein, fuhr 
dann fort, und der Fehler war zuweilen ebenso gross in der po¬ 
sitiven Richtung. 
Nach diesem Prinzipe kann, was immer die Schwierig¬ 
keit der Bewegung vergrössert — die zu ihrer Ausführung 
erforderliche Anstrengung, — leicht eine Überschätzung der Ent¬ 
fernung verursachen. Ermüdung hat diese Wirkung. Bewegungen 
mit der linken Hand sind schwieriger als mit der rechten. Aber 
dieser Einfluss wird oft umgekehrt, erstens, wenn die Verschiedenheit 
gering und unbeachtet ist, dadurch, dass die leichteren und na¬ 
türlicheren Bewegungen leichter die Aufmerksamkeit fesseln ; zwei¬ 
tens, wenn die Verschiedenheit auffallend ist, in Übereinstimmung 
mit dem Prinzip im nächsten Paragraphen. 
c) Wenn jedoch die Versuchsperson sich bewusst ist, dass 
die sensiblen Elemente zahlreicher sind, ihre Intensität oder die 
Schwierigkeit bei einer Bewegung grösser ist, als bei einer anderen, 
so wird sie versuchen, diesen Einfluss dadurch zu korrigiren, dass 
sie die Verschiedenheit der Bedingungen berücksichtigt und somit 
das Überschätzen beseitigt, 
auf diese Weise geschieht. 
Unterschätzen eintritt. 
Die bewusste Berücksichtigung, die 
kann leicht zu gross sein, sodass ein 
Das Auge hat so eine beträchtliche Vollkommenheit gewonnen, 
bei der Berücksichtigung der verschiedenen Grössen der Netz¬ 
hautbilder, die von der verschiedenen Entfernung desselben Gegen¬ 
standes herrühren. Der Einfluss dieses Prinzips zeigt sich fast in 
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