Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über Bewegungsempfindungen: Inaug.-Diss.
Person:
Delabarre, Edmund Burke
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38706/123/
Ill 
gefunden, dass in die Bewegungsempfindung Elemente aus sehr 
verschiedenen Körperteilen eintreten. Wir wollen aber nicht sagen, 
dass die Bewegungsempfindung aus anderen Empfindungen 
zusammengesetzt ist. Die verschiedenen Elemente aus Haut, 
Muskeln, Gelenken u. s. w. können zwar als selbständige Empfin¬ 
dungen empfunden werden. Wenn wir aber die Bewegungsempfin¬ 
dung selbst haben, so ist sie nicht aus diesen selbständigen Empfin¬ 
dungen zusammengeschmolzen, sondern ist eine ursprüngliche un- 
analysirte eigenartige Empfindung. Das materielle Substrat der 
Empfindling ist ein komplicirter, aus verschiedenen Erregungen, 
aus zahlreichen Quellen zusammengesetzter cerebraler Prozess. 
Die Empfindung selbst aber ist eine unanalysirbare Einheit, welche 
diesen komplicirten cerebralen Prozess begleitet, und welche nicht 
aus dem Zusammenschmelzen verschiedener selbständiger Empfin¬ 
dungen gebildet ist. Verschiedene Empfindungen können sich 
nicht zu einer anderen Empfindung vereinigen. Eine Empfindung 
kann aber Begleitserscheinung eines komplicirten cerebralen 
Prozesses sein, dessen Elemente in anderen Kombinationen und 
unter anderen Umständen von anderen Empfindungen begleitet 
Vorkommen. Eine solche einfache Empfindung ist nun also die 
Empfindung einer körperlichen Bewegung. 
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