Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimental-Zoologie. 7. Zootechniken. Eine Zusammenfassung der für Versuche mit Tieren verfügbaren Forschungsweisen (Fragestellung, Versuchsführung, Bearbeitung)
Person:
Przibram, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38679/249/
oder Stampiglien. Die Einzelheiten, in welchen sich die Individuen 
anfangs oder hei den Versuchen unterschieden haben, werden dann 
in die vorgezeichnete Rahmenfigur mit der Hand eingetragen. 
Das Nachzeichnen von Abbildungen wird entweder unter Ver¬ 
wendung von Pauspapier oder unter Benutzung der starken Durch¬ 
schlagskraft des Sonnenlichtes durch Anhalten der Vorlage und 
des darübergelegten Zeichenpapiers gegen die Fensterscheibe vor¬ 
genommen. Auch Zeichenapparate können hiezu verwendet werden. 
Diese sind notwendig, wenn es sich um Wiedergabe räumlicher 
Objekte handelt. Sie entwerfen das Bild entweder auf einen großen 
Projektionsschirm oder bequemer neben das Objekt auf den 
Zeichentisch. Für Makro- und Mesoapparate genügt das Tageslicht, 
bei Mikroapparaten ist aber eine künstliche /Beleuchtungsquelle, 
elektrische Mikroskopierlampe, vorzuziehen (vgl. unten B). 
b) Photographieren liefert einzelne Bilder oder durch Kino¬ 
aufnahme Serien. Während es 4m Film darauf ankommt,möglichst 
viele Bilder in der Zeiteinheit aufzunehmen, damit beim Ablaufe 
unser Auge keinen Sprung bemerke, wird zur Reproduktion im 
Buche gewöhnlich das Auslassen von Zwischenstufen förderlich 
sein, um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf den Wechsel 
in der Erscheinung zu lenken, und nicht allzuviel Raum zu be¬ 
anspruchen. Da die einzelnen Bilder des Films Momentaufnahmen 
sind, bietet die Kinematographie den Vorteil, rasch eine Auswahl 
von scharfen Bildern schwer aufnehmbarer Objekte zu erlangen. 
B. Die technischen Hilfsmittel zur Herstellung von Abbildungen 
richten sich nach den Methoden a und b. 
a) Zum direkten Handgebrauche kommen als Bildflächen 
Papier, Karton, Leinwand, lithographischer Stein, Metallplatte, 
als Schreibzeug Bleistift, Feder, Pinsel, Stichel in Betracht. 
Gegenwärtig wird jedoch für wissenschaftliche Arbeiten von den 
direkten Ätzungen abgesehen und Ölmalerei kaum verwendet, so 
daß hier nur Papier und Karton als Bildaufnehmer berücksichtigt 
werden müssen. Rauhes Papier, wie es von Künstlern verwendet 
wird, ist nur dann anzuraten, wenn nachher mit Aquarellfarben 
koloriert werden soll. Sonst verwende man wegen des schärferen 
Hervortretens der Striche und der gleichförmigeren Flächenanlage 
glattes Papier oder glatten Karton. Radieren von Bleistiftskizzen 
ist zu vermeiden, wo mit Feder oder Pinsel nachgearbeitet werden 
soll. Zu korrigierende Bleistiftstriche läßt man ruhig stehen und 
radiert nach Ausführung mit Tusche leicht die ganze Fläche mit 
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Przibram, Experimentalzoologie. 7. 16
        

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