Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimental-Zoologie. 7. Zootechniken. Eine Zusammenfassung der für Versuche mit Tieren verfügbaren Forschungsweisen (Fragestellung, Versuchsführung, Bearbeitung)
Person:
Przibram, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38679/226/
218 
». 
c) 1. Untauglich als technische Behelfe sind Stoffe, Vor¬ 
richtungen oder Eingriffe, welche auf die Tiere derart schädigend 
einwirken, daß deren Leben und Wohlbefinden in Frage gestellt 
wird. Über die noch zulässigen Giftmengen, Hp-Konzentration, 
osmotischwirksamen Substanzen wird man sich aus der Literatur 
oder durch Vorversuche unterrichten. Fehler in den Seewasserarma¬ 
turen (vgl. Kap. VII), aber selbst die Bespannung von Käfigen 
mit einem zum Klettern für Insekten ungeeignetem Gazestoff 
können ganze Aufzuchten in Frage stellen. Die Konstruktion von 
Apparaten und Instrumenten ist auf die Richtigkeit für die ge¬ 
plante Verwendung hin anzusehen, bei Bestellungen die genaue 
Größe anzugeben. Bei Stromanschluß auf Spannung und Stärke 
achten ! 
2. Unstetig als technische Behelfe sind Materialien, die an 
der Luft oder Feuchtigkeit sich verändern, wie Eisen, und dann 
unwillkommene Nebenwirkungen, wie Verunreinigung, Giftwirkung, 
Zerfall des Apparates mit sich bringen. Stahlwerkzeuge sollen 
daher vernickelt sein. Zu große Gebrechlichkeit wie bei langen, 
dünnen Glasnadeln oder Zerreißbarkeit wie bei naßwerdendem 
Organtin bringt auch Unannehmlichkeit mit sich. Die richtige 
Auswahl des stofflichen Materials befreit daher beim Experimen¬ 
tieren von vielen Fehlern. Die Unstetigkeit von Meßapparaten 
darf nicht vernachlässigt und deren richtiges Funktionieren von 
Zeit zu Zeit nachgeprüft werden (vgl. Kap. X, XII). 
3. Ungenau als technische Behelfe sind Meßvorrichtungen 
und Apparate, deren Gradteilung nicht richtig ausgeführt ist oder 
deren Funktion nicht entsprechend den Graden betätigt werden 
kann. Die anstrebenswerte Genauigkeit wird sich nach den Dimen¬ 
sionen und der Meßbarkeit der lebenden Objekte richten (über 
die Grenze vgl. Kap. X).
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.