Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimental-Zoologie. 7. Zootechniken. Eine Zusammenfassung der für Versuche mit Tieren verfügbaren Forschungsweisen (Fragestellung, Versuchsführung, Bearbeitung)
Person:
Przibram, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38679/174/
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Der analoge Apparat für Luftverdünnung [VH, 1 a] trägt 
an Stelle der weiteren Ü-Röhre ein mit mehreren Erweiterungs¬ 
kugeln versehenes Röhrenende, an dem sich ein weiterer Kolben (b) 
verschieben läßt. Ist die an der Graduierung der U-Schlinge ab¬ 
lesbare Verdünnung erreicht, welche gewünscht wird, so wird der 
Kolben so lange nach abwärts verschoben, bis das eintauchende 
Röhrchenende eben das Wasser im Kolben verläßt. Die durch 
das freigewordene Ende einströmende Luft verhindert ein weiteres 
Sinken des Luftdruckes. Bei rasch arbeitender Säugpumpe ist es 
bequemer, die Graduierung am verschiebbaren Kolben (b) anzu¬ 
bringen, welche dann den Wasserdruck direkt (ohne Multiplikation 
mit 2) ablesen läßt.“ (Über den dem Luftdruck bei Lösungen 
analogen osmotischen Druck vgl. oben Kap. XIII/3.) 
4. Strömende Luft wird für kleine Räume mit denselben 
Mitteln wie für große in entsprechend geringeren Dimensionen 
hergestellt, z. B. Tischventilatoren, ebenso strömendes Wasser durch 
Leitungen mit kleineren Hähnen (Wasserbewegung durch Tauch¬ 
platten vgl/oben Kap. VIII/3 ; Überschlagsrad unten 5 ; Durchlüftung 
Kap. XI cy). Zur feinen Verteilung von Luftströmen durch Wasser 
dienen an die Zuleitungsrohre angesteckte „Durchlüfter“, welche 
am einfachsten aus einem schiefgeschnittenen Bambusrohre, das 
mit Kautschukschlauch an ein Glasrohr angebracht wird, herzu¬ 
stellen sind. In Ermangelung von Bambus und Kautschukschlauch 
kann auch ein Glasrohr bis zu einem am Boden des Aquariums 
liegenden schweren Holzklötzchen geführt werden, das kreuz und 
quer gerieft worden ist. Hingegen ist die Verwendung von Schwäm¬ 
men wegen leichter Verstopfbarkeit abzuraten (Mast, Amer. 
Naturalist XXXVIII, 655, 1904). Andere bestehen aus konzen¬ 
trischen Ebonitringen, zwischen welchen die Luft sehr fein verteilt 
entweicht. In jüngster Zeit sind in den Aquarienhandlungen Steine 
käuflich, welche auch eine sehr gute Verteilung liefern. Wo keine 
Zentraldurchlüftung besteht, lassen sich an kleine Elektromotoren 
oder an die Wasserleitung anschließbare Durchlüfter (z. B. Krebs; 
Kindl und Stössel) verwenden. Man kann sich selbst eine 
Durchlüftung aus zwei Wassergefäßen bauen, die ungleich hoch 
aufgehängt werden und von welchen immer das Wasser aus dem 
gerade oben befindlichen in das untere abströmt, welches nach 
seiner Füllung wieder mit dem entleerten ausgetauscht wird. 
Zwischen beide Gefäße ist mittelst Glas- und Kautschukleitung 
eine Flasche eingeschaltet, durch deren durchbohrten Kork das 
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