Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimental-Zoologie. 7. Zootechniken. Eine Zusammenfassung der für Versuche mit Tieren verfügbaren Forschungsweisen (Fragestellung, Versuchsführung, Bearbeitung)
Person:
Przibram, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38679/155/
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Betriebe, der Notwendigkeit eigenen. Wartepersonals. Diese 
finanziellen Erwägungen sind es gewesen, welche bisher voll¬ 
ständige Anlagen für alle Faktoren in ein und demselben Institute 
zu vereinigen verhindert haben. Im Kapitel Y habe ich versucht 
bei der Anführung der Arbeitsstätten für experimentelle Zoologie 
die einzelnen Anlagen namhaft zu machen, welche in jenen zur 
Verfügung stehen. Ich habe es mir zur Aufgabe gestellt allmählich 
alle klimatischen Faktoren in der Temperaturkammeranlage unserer 
biologischen Versuchsanstalt in Wien konstant oder kontrolliert 
zur Einwirkung bringen zu können, ein Programm, das sich nur 
schrittweise wird verwirklichen lassen. Wo eine willkürliche Be¬ 
herrschung des Faktors in einer Makroanlage noch nicht möglich 
ist, muß man sich unterdessen mit möglichst gleichförmiger Zu¬ 
lassung behelfen, z. B. Lage verschieden temperierter Räume gegen 
dieselbe Himmelsrichtung behufs ähnlicher Besonnung. Manche 
Faktoren machen ihrem Wesen nach keine solche Vorsicht not¬ 
wendig, so die Schwerkraft wegen ihrer Konstanz, der Luftdruck 
wegen seines sofortigen, gleichartigen Schwankens in allen nicht 
luftdicht abgesperrten Räumen. Einige Faktoren sind bei Ab¬ 
wesenheit einer besonderen Quelle mit der Konstanz anderer mit¬ 
gegeben, wie der elektrische Zustand im metallabgesperrten Raume 
mit Temperatur und Feuchtigkeit. Sonst müssen wir zu den Ver¬ 
suchen über die Einwirkung äußerer Faktoren immer für a) die 
Erzeugung und Übertragung derselben, ß) die Messung des Grades, 
y) die fortlaufende Registrierung, d) die Einstellung und Kontrolle 
der Apparate, s) die Konstanthaltung und sonstige Regulierung 
sorgen. 
1. Atmosphärilien. Zur Vermeidung eines schädlichen Ein¬ 
flusses von Gasen, Dämpfen, Rauch und Staub hat man getrachtet 
die Arbeitsstätten für experimentelle Biologie in sauerstoffreicher, 
fabriksferner Umgebung zu installieren, inmitten von Vegetation 
dem Sonnenlichte gut zugänglich. Dennoch wird es sich nicht 
vermeiden lassen, daß bei Anwesenheit vieler Tiere in.einem ab¬ 
gegrenzten Raume eine Anreicherungen Kohlensäure, Ammoniak 
und anderen flüchtigen Stoffwechselprodukten stattfindet, a) Zur 
Wiederherstellung guter Sauerstoffsprozente dient Ventilation, die 
am besten konstant arbeitet und infolge. Überschuß an Luft¬ 
wechsel es gar nicht zu merklicher Anreichung der schädlichen 
Gase kommen läßt (vgl. vorangeh. Kap.), ß) Der Kohlensäure¬ 
gehalt kann mittelst Auffangen der Luft in Kalksalzlösungen an 
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