Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimental-Zoologie. 7. Zootechniken. Eine Zusammenfassung der für Versuche mit Tieren verfügbaren Forschungsweisen (Fragestellung, Versuchsführung, Bearbeitung)
Person:
Przibram, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38679/149/
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bekannter Menge Yor, wägt eine gewisse Masse des festen Stoffes 
ab nnd wirft sie in das erste Gfefäß; sodann wägt man die doppelte 
Menge nnd wirft sie in das zweite nnd so fort; von Loeb für 
künstliche Parthenogenese angewendet. (Literatur über Mittel nnd 
spezielle Technik der künstlichen Parthenogenese vgl. 0. Herbst 
in Abderhalden’s Handb. lila, 441, 1921; J. Péterfi, Meth. 
wiss. Biol. II, 803, 1928; Tabelle der bisher erzielten Erfolge 
Tab. bioh IV, 216, 1927). Es ist manchesmal bequemer zuerst 
eine konzentrierte Lösung eines Stoffes herzustellen und dann 
durch fortgesetzte Verdünnung kleinere Grade zuzubereiten. Man 
vergesse hiebei nicht, daß beim Zusatze zu dem Wasser des Tier¬ 
behälters soviel Wasser zu entfernen ist, als durch die Lösung 
hineingeschüttet wird. Zur ersten Orientierung empfiehlt es sich 
eine geometrische Verdünnungsprogression zu wählen, die auch 
sehr einfach bei dem flüssigen Verfahren durch fortgesetzte Ver¬ 
setzung der Lösung mit gleichem Volumen Wassers zu erreichen 
ist. Erst wenn der ungefähre Wirkungsbereich festgestellt ist, wird 
dann innerhalb desselben zur Aufstellung einer arithmetischen 
Progression geschritten. Beim Vergleiche verschieden starker 
Lösungen ist im allgemeinen nicht außer acht zu lassen, daß in 
schwacher Konzentration günstig wirkende Stoffe in stärkeren 
schädlich zu wirken pflegen (S chultz-Ar ndt’sches) Gesetz und 
keinesfalls die Wirkungen den Mengen proportional sind. Werden 
verschiedene chemische Stoffe untereinander verglichen, so ist 
daraufhin zu prüfen, ob gleiche Gewichtsmengen schlechthin oder 
nicht eher äquimolekulare Mengen analog wirken. Es gilt dies 
besonders für die Salze und Elemente. Das zur Feststellung der 
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Aquimolarität benötigte Molekulargewicht ist aus der Summe der 
Elementargewichte der in das Molekül eingehenden Atome zu 
berechnen. 
Zur leichteren Weglassung einzelner Bestandteile bei Ver¬ 
suchen über die Bolle der im Seewasser enthaltenen Salze oder 
Ionen empfiehlt es sich künstliches Seewasser herzustellen, während 
sonst für Aufzucht von Seetieren natürliches vorzuziehen ist (vgl. 
hierüber oben Kap. VII; V). Nach einer zwischen Sardinien und 
Neapel geschöpften Probe Eorchhammer’s befinden sich in 
1000 Teilen Wasser: 30*292 NaCl, 0*779 KCl, 3*240 MgCl2, 2*638 
MgS04,1*605 CaS04, 0*080 Kieselsäure, phosphorsaurer Kalk und 
sonstige Bückstände, CaC03 und Ee203, die nach Abdampfen des 
Wassers nicht mehr in Lösung gehen. Danach hat Herbst 
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