Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimental-Zoologie. 7. Zootechniken. Eine Zusammenfassung der für Versuche mit Tieren verfügbaren Forschungsweisen (Fragestellung, Versuchsführung, Bearbeitung)
Person:
Przibram, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38679/143/
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Zum Ausschlüsse chemischer Wirkung von Sohlenbrei kann 
die Indikatorwurzel in ein Quarzröhrchen eingeschlossen werden 
(das. 20) [V, 13]. Sohlenbrei und Kaulquappenbrei werden als 
Induktoren am besten in Glaspipetten eingefüllt (das. 10) [Y, 13a\. 
Reflexion der Gurwitsch-Strahlen kann durch Yorschalten 
einer Lochblende vor den Sohlenbrei und Schiefstellung derselben 
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gegen einen Objektträger (das 22, Fig. 9) oder ein mit Queck¬ 
silber gefülltes Gefäß (das. Fig. 10) nachgewiesen werden, wenn 
die Indikatorwurzel unter demselben Winkel, aber spiegelbildlich 
symmetrisch aufgestellt wird. Mittelst Quarzprismas kann eine Zer¬ 
legung des Emissionslichtes und damit seine spektrometrische 
Bestimmung erfolgen (das. 25, Fig. 11). Es hat auf diese Art sich 
ein Maximum der Wirksamkeit bei 338 bis 340 m\i ergeben, 
welches viel höher liegt als die von Gurwitsch auf Grund 
verschiedener Berechnungen angenommene Wellenlänge von 200 
bis 220 m/u (über die Wirkung ultravioletter Strahlen verschie¬ 
dener Wellenlänge von Metalldampflampen vgl. Reiter u. Gabor, 
S. 34, und Frank, Biol. Zentralbl. XLIX, 129, 1929). 
Zur Photographie der Strahlung haben Reiter u. Gabor 
(1928, S. 27) folgende Anordnung getroffen: Ein lichtdichter 
Metallkasten besitzt an einer der vertikalen Wandungen einen 
Ausschnitt. Vor diesem Fenster befand sich Paraffinöl in einem 
dickwandigen Glasgefäß, welches so angeordnet war, daß jeder 
von außen in das Gehäuse einfallende Lichtstrahl eine mindestens 
4 cm dicke Schicht des Paraffinöles passieren mußte, wodurch 
das gesamte Ultraviolett des Außenliehtes abgehalten wurde. Das 
so filtrierte Licht fiel nun auf den am Boden des Kastens aus¬ 
gebreiteten Zwiebelsohlenbrei. Etwa 5 cm über dem strahlenden 
Sohlenbrei befand sich am Deckel des Gehäuses die photographische 
Platte. Unmittelbar vor diese und zwischen ihr und dem Sohlen¬ 
brei befand sich ein Woqd’sches Filter. Den wesentlichen Be¬ 
standteil bilden zwei tiefblau gefärbte Uviolglasscheiben mit 
einem Überzüge aus Gelatine, ^ das in Para-Nitrosodimethylanilin 
getränkt, welches violett und ultraviolett bis 370 absorbiert, 
für kürzere Wellenlängen wieder, durchsichtig wird, und dem 
noch Methylviolett und saures Fuchsin zur Ausschaltung des 
Violetts beigesetzt war. Dann geht nur mehr etwas Rot durch, 
das die photographische Platte nicht affizieft. Das sichtbare 
Licht regt Emission im Sohlenbrei an und dessen Effekt wird 
an der vor sichtbarem Lichte geschützten photographischen Platte 
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