Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimental-Zoologie. 7. Zootechniken. Eine Zusammenfassung der für Versuche mit Tieren verfügbaren Forschungsweisen (Fragestellung, Versuchsführung, Bearbeitung)
Person:
Przibram, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38679/141/
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ß) Mischung von Pigmentfarben auf einem Farbkreisei,, 
durch dessen rasche Rotation die in Sektoren verschiedener Breite 
aufgesetzten Farbpapiere zu einer einzigen Gesichtsempfindung 
zusammenfließen. Aus dem Anteil der verschiedenen Elementar¬ 
farben an der bedeckten Kreiselfläche läßt sich ihr proportionaler 
Anteil an der Farbempfindung berechnen. 
y) Vergleich der Helligkeit eines farbigen Objektes mit der 
eines neben demselben liegenden weißen Magnesiumblockes, unter 
Vorschaltung verschiedener Farbfilter zeitlich nacheinander. Dieser 
„Hess-Yves“-Tintphotometer (Sumner, F. B., Journal Mam¬ 
malogy VIII, 117, 1927, S. 194) [V, 5] besteht aus einer auf 
einem Dreifuß aufgestellten Hülse in einer dunklen Kammer., 
Durch die Hülse werden die nebeneinanderliegenden Objekte 
mittelst einer Lichtquelle, eines Spiegels, von Prismen- und 
Linsenanordnung, projiziert und von einem Okular aus verglichen. 
Die in das Okular einschiebbaren Filter nehmen jeweils von der 
Stärke des Lichtes jener Farbe fort, die sie nicht besitzen. Daher 
muß der weiße Magnesiumblock seine Helligkeit je nach dem 
Filter wechseln und ebenso das gefärbte, zu prüfende Objekt. Ist 
dieses nicht weiß, d. h. reflektiert es sichtbare Strahlen verschie¬ 
dener Wellenlänge in verschiedener Weise, so wird seine Hellig¬ 
keit bei Verschaltung der Farbfilter nicht derjenigen des Magne¬ 
siums stets parallel gehen und aus der Verminderung des vom 
Magnesium reflektierten Lichtes, die man mittelst einer Hebel¬ 
einschaltung vornehmen muß, um wieder gleiche Helligkeit zu er¬ 
zielen, läßt sich der prozentuelle Anteil an dem färbigen Lichte 
berechnen, das vom färbigen Objekte im Vergleiche zu jenem des 
(weißen) Magnesiumblockes reflektiert wird. Der Vorteil dieses« 
etwas komplizierten Apparates besteht in der Umwandlung der 
Farbtonvergleichung in eine HelligkeitsVergleichung bei gleichem 
Farbtone. Um vollständige Bestimmungen zu erhalten, sollten 
Filter verwendet werden, die nicht monochromatisch sind, sondern 
alle Strahlen je eines Quadranten des mit um 90 Grad abste¬ 
henden Werten für Rot, Gelb, Grün und Blau geteilten Farbkreises 
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durchlassen. Doch lassen sich praktisch verwertbare Zahlen schon 
bei Verwendung von 3 bis 4 monochromatischen Filtern erreichen. 
b) Die Analyse der von Tieren ausgesandten Töne und 
Geräusche und deren Registrierung durch Phonographen haben 
wir bereits erwähnt, ebenso die Spektrographie* welche auch für 
Leuchtfarben verwendet werden kann. Eine kurze Schilderung 
* 
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