Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimental-Zoologie. 6. Zoonomie. Eine Zusammenfassung der durch Versuche ermittelten Gesetzmässigkeiten tierischer Formbildung (experimentelle, theoretische und literarische Übersicht bis einschliesslich 1928)
Person:
Przibram, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38678/158/
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viridis B. esc. 9 X B. communis erhalten. Alle mit Aus¬ 
nahme B. viridis 9 X Hyla arborea lieferten auch einige auf¬ 
regulierte Larven. Echte, aber kranke Bastarde wurden aus ßana 
arvalis 9 X esculenta Bufo communis 9 X B- arvalis cf, ß.escu- 
lentac?, ß. fusca J, B. viridis 9 X B.. fusca erhalten. Lebens¬ 
kräftige wahre Bastarde lieferte ß. arvalis 9 = ß. fusca c?; Bufo 
communis 9 X B. viridis (außer den bereits früher bekannten 
z. B. Triton-Arten — G. Her twig 1918). 
Yon ßeptilien sind neue Yererbungsversuche nicht zu melden. 
Interesse erwecken zwei polydaktyle Mauereidechsenembryonen, 
da es sich um erbliche Mißbildung zu handeln scheint (Lacerta 
muralis — Marcucci 1915, 3), wobei alle Gliedmaßen, aber 
in verschiedenem Maße, selbst an dem homologen Beine be¬ 
troffen sind. 
c) Aves (vgl. 3, 79). Die Untersuchungen über Kreuzung 
von Yögeln, die als gute Arten innerhalb ihrer Gruppe angesehen 
worden sind, haben in mehrfacher Hinsicht merkwürdige Er¬ 
gebnisse geliefert: zunächst daß hei Inzucht der Fx-Tiere über¬ 
haupt eine weitere ^-Generation erhalten wurde, die sich noch 
weiter fortpflanzungsfähig zeigte, so bei Fasanen (Phasianus prin¬ 
cipalis A X Ph. torquatus 9; Chrysolophus amherstiae X Ch.pictus 
in beiden ßichtungen — Phillips 1915) und Enten (Anas bos- 
chas 9 X Dafila acuta A oder Anas tristis A — Phillips 1915). 
Weiter ist die geringe Variationsbreite der F2-Yögel bemerkens¬ 
wert und damit die Haltbarkeit der Bastardpopulationen als 
ßassen mit mittelstehenden Charakteren, wenn die verwendeten 
Arten keine scharf ausgebildeten, homologen Merkmale besitzen 
(einige Arten der Gattung Gennaeus — Ghigi 1909; Numida —' 
Ghigi 1910; Gallus — Ghigi 1912, 1913; obenerwähnte Fasane 
und Enten — Phillips 1915). Geschlechtsgebundene Vererbung 
(Thomas 1914, 275) ist bisher an den im Freien gefangenen 
Yögeln nicht beobachtet worden (Phillips 111), scheint also 
erst im Gefolge der Domestikation aufzutreten. Doch erheischen 
einige in reziproken Kreuzungen verschiedenes ßesultat der F2 er¬ 
gebende Fälle weiterer Erklärung (Chrysolophus-Arten; Phasianus- 
Arten). Bei Bückkreuzung der F1 oder F2 mit den Stammarten 
kommen weitere Zwischenformen zustande, doch mögen auch völlig 
einer Stammform gleichende Stücke auftreten (Gennaeus nycthe- 
merus 9 X G.Swinhoei in 1F1 X Swinhoei A — Thomas 1910). 
Die unregelmäßige Vererbung der Hyperdaktylie bei Hühnern hat
        

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