Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimental-Zoologie. 3. Phylogenese. Eine Zusammenfassung der durch Versuche ermittelten Gesetzmäszigkeiten tierischer Art-Bildung (Arteigenheit, Artübertragung, Artwandlung)
Person:
Przibram, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38676/131/
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Bastardierung. 
Silberfalb X Albino, der Silberfalb trägt, gibt in Fx Silber¬ 
falb, in F2 30 Silberfalb, 8 Albinos (3 : 1). 
Wildfarbe X Schokolade gibt in F, Wildfarbe, in Fs Wild¬ 
farbe, Zimtfarbe [XIV, 7], Schwarz und Schokolade im Ver¬ 
hältnis 9 :3 : 3 : 1 (Durham 1908). 
Die gelbe Farbe [XIV, 5] und ihre Dilutionsstufe Crème 
[XIV, 10] gibt unregelmäßige Resultate. Über Schwarz erscheint 
sie dominant, aber es konnten bis vor kurzem keine rein gelb Fort¬ 
ziehenden gefunden werden, die meisten werfen stets Schwarz oder 
selbst Wildfarbige in einem größeren oder geringeren Prozent¬ 
sätze (Castle 1906, Cuénot 1904, Davenport 1904, Durham 
in Bateson 1909). Doch scheinen in neuester Zeit auch ganz reine 
Gelbe gezüchtet worden zu sein, so daß es sich nicht um Un¬ 
möglichkeit der Besamung „gelber“ Eier durch „gelben“ Samen 
(Cuénot 1909), sondern um ein Tragen einer anderen Farbe 
seitens Gelb, wie es fürdie Albinos bekannt ist, handeln würde 
(Hagedoorn 1909). (Vgl. noch L. Plate1). 
Die Gewohnheit der Tanzmäuse, sich bei der geringsten 
Erschütterung im Kreise zu drehen, was mit einer besonderen 
Abnormalität des Ohrlabyrinthes zusammenhängt, verschwindet 
völlig in der Fx-Generation bei Kreuzung mit gewöhnlichen Lauf¬ 
mäusen, um in etwa 1/i der F2-Generation wieder aufzutreten 
(Darbishire 1902—1904, Guaita 1898, 1900, Haacke 1906). 
Manchmal finden sich im Freien Hausmäuse mit haarloser, 
runzeliger Haut, die weiter erben (Gaskoin 1856); werden diese 
mit behaarten gekreuzt, so ist F, behaart, F2 ergab 9 behaarte 
und 3 Mäuse, die ihr Haar verloren (Campbell in Bateson 
1909). Für die Anzahl der Jungen in einem Wurfe wurde eine 
Erblichkeit in dem Sinne, daß Mütter und Väter aus Familien 
mit großen Würfen auch wieder solche hervorbringen würden, 
nicht konstatiert (Weldon 1906/07). 
Die Daten über Vererbung bei Hunden sind sehr mager2). 
Ein doppelnasiger Jagdhund, mit einem gewöhnlichen gekreuzt, 
erzeugte ein doppelnasiges <$, dieses mit einem gewöhnlichen 9 
4 doppelnasige J und 4 gewöhnliche ? (Buzaringues 1825), 
1) Die Erbformeln der Earbenrassen von Mus musculus. Zool. Anzeiger. 
XXXV, 634, 1910. 
2) Agi. jedoch neuerdings A. Lang, Die alternative Vererbung bei 
Hunden. Z. f. induktive Abstammungslehre. III. 1—3, figs. 1910.
        

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