Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimental-Zoologie. 2. Regeneration. Eine Zusammenfassung der durch Versuche ermittelten Gesetzmässigkeiten tierischer Wieder-Erzeugung (Nachwachsen, Umformung, Missbildung)
Person:
Przibram, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38675/19/
Pflanzentiere (Coelenterata). 
13 
drium, Bougainvillia, Syncoryne — Levinsen 1893) oder auch 
ein Teil des Stieles (Clava, Tubiclava), die Hydrothek fällt ab 
(bei einigen Campanulariden) oder bleibt mit der Neubildung einer 
Hydrothek (Halecium) oder nur eines Deckels bestehen, in welch 
letzterem Falle, wenn die neue Knospe kleiner als die alte ist, 
kein neuer Kelcbrand gebildet wird (Plumulariden, Aglaophaeni- 
den: Ophiodes?, Diplocyanthus?), wenn sie aber größer ist, ein 
solcher auftritt (Sertulariden, Campanulariiden z. T., Campanuli- 
den). Bei den Scypbomedusen regeneriert der Stiel nach Ablösung 
einer Epbyra ein neues Ende, wobei die Antbozoenform durch¬ 
laufen wird (Goette 1887). 
§ 2. Godlewski (1904) fasst das Ab werfen degenerierender 
Hydrantenköpfcben als Autotomie auf, durch welche der Stamm 
sich von dem schädlichen Einflüsse jener befreit. Bei der ver¬ 
zweigten Pennaria [II, 3] werden auch leere Perisarkröbrcben ab¬ 
getrennt und durch Volumsverkleinerung des Tieres bei teilweiser 
Erschöpfung durch vorangegangene Regenerationsleistungen ein 
günstigeres Verhältnis für die Wiederherstellung eines kleineren 
Ganzen erzielt (Gast und Godlewski 1903). 
Hydra [11,1] soll spontan Tentakel abschnüren (Rösel v. 
Rosenbof 1855), von Aktinien werden oft verstümmelte Exem¬ 
plare oder einzelne Tentakeln illyantbus — Fischer 1887) ge¬ 
fangen; die isolierten Tentakel regenerieren nach den neueren 
Untersuchungen nicht, s. u. § 6, entgegen den älteren Angaben, 
nach welchen sie zur normalen Fortpflanzung dienen sollen 
(Eggers 1821). Freiwillige Quer- und Längsteilung als Fort¬ 
pflanzungsmodus kommt bei den Aktinien häutig vor (Actinoloba, 
Actinia — Fischer 1887, Fraisse 1885, Heteranthus floridus — 
Mac Murrich 1889, Protanthea — Carlgreen 1892); bei den¬ 
jenigen Anemonen, welche gewöhnlich sich durch Knospen ver¬ 
mehren (nicht Actinia — Fischer 1887), wird oft bei Ortsver¬ 
änderung ein kleiner Teil der Fußscheibe losgerissen und regeneriert 
eine ganze Aktinie (Fraisse 1885; Methridium dianthus — 
Dicquemare 1776, Gosse 1860, Sagartia coccinea— Gosse 1860, 
herdmani — Haddon 1891, lacerata — Fischer 1887, miniata, 
pellucida — Fischer 1887, venusta — Gosse 1860). 
Bei einerHydroidmeduse(Oceaniaarmata — Metschnikoff 
1886) ist eine Teilung der Blastula 17 Stunden nach der Eiablage 
beobachtet worden, bei den tentakulaten Ctenoplioren (Eucharis 
multicornis — Ch un 1880, 1892; Bolina hydatina — Chun 1892)
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.