Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur experimentellen Psychologie, Heft 3: Neue Grundlegung der Psychophysik
Person:
Münsterberg, Hugo
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38671/83/
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Tabelle III. 
Erster Schall: Fallhöhe 10 cm 
Linke Armbewegung : 20 cm 
Zweiter Schall 
Rechte Armbewegung 
Fallhöhe 10 cm 
23,8 cm 
M. V. 1,2 cm 
15 » 
26,8 „ 
„ 3,1 „ 
20 „ 
32,8 * 
„ 4,1 „ 
25 „ 
38,4 „ 
„ 5,7 „ 
30 „ 
45,3 „ 
„ 4,7 „ 
35 , 
50,4 „ 
„ 5,8 * 
40 „ 
56,6 „ 
„ 5,1 * 
45 „ 
59,6 , 
, 3,0 „ 
50 , 
61,3 * 
4.5 „ 
Es ergibt sich somit bei allen drei Sinnesgebieten 
eine ausnahmslose stetige Zunahme der entsprechen¬ 
den Armbewegung bei zunehmender Reizstärke, ob¬ 
gleich die Reize regellos zwischen schwachen, mitt¬ 
leren und starken fortwährend wechselten. Es dürfte 
daher unmöglich sein zu behaupten, dass diese Reihen Pro¬ 
dukt des Zufalls wären. Wenn die gebotenen Reize stetig 
an Stärke zugenommen hätten, erst alle Versuche mit 50 g, 
dann alle mit 100 g angestellt wären u. s. w., so könnte man 
auch einwenden, dass die Zunahme der entsprechenden Arm¬ 
bewegungen durch Reflexion entstanden sei, mit wachsendem 
Reiz also absichtlich immer grössere Bewegungen gemacht 
worden seien. Von alledem kann aber nicht die Rede sein. 
Ein Auswendigbehalten der dreissig Reize war ausgeschlossen, 
durch die zahlreichen Konstrastwirkungen wäre ein bestimmtes 
zahlenmässiges Grössenurteil beim Gewicht erschwert, bei 
Schall und Licht wegen mangelnder Uebung mir unmöglich 
gewesen und überdies hemmte ich absichtlich jedes auf¬ 
tauchende absolute Grössenurteil, gab mich vielmehr völlig 
dem unmittelbaren Sinneseindruck des EmpfindungsVerhält¬ 
nisses hin; andererseits folgten sich nun die Reize in plan¬ 
losem Durcheinander: unbestreitbar muss somit in dem, aus 
den Durchschnittszahlen sich ausnahmslos ergebenden stetigen
        

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