Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Plutarch über das archaische und klassische Zeitalter der griechischen Musik
Person:
Westphal, Rudolph
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38660/75/
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Plutarch, über die Musik. 
ausgehenden von den IloXvyLvi\axia t also von mehreren Nomoi die 
Rede war? 
Pag. 5, 23. liegt de KXova oxi tov atto&exov vo[xov xal a%otvicova 
nenoii}xg eit) [xv^ovevovoiv ol avayeygacpoxeg.^. Den mit diesem Satze 
beginnenden kleinen vierten Abschnitt haben wir oben seinem Inhalte 
nach durch die U eberschrift „Nachträgliches“ bezeichnet. Dass Klonas 
die beiden hier genannten Nomoi componirt habe, ist schon pag. 4, 19 
gesagt; wozu dies hiçr noch einmal mit Angabe seiner Quelle wieder¬ 
holen? Weil eben nur die Sikyonische Quelle die Autorität für den 
Klonas’schen Ursprung der beiden Nomoi war; nach anderen Quellen 
rührten sie als vo/xol „avXrjxtxoli( nicht von Klonas her (denn Klonas 
war kein Aulet, sondern Aulode). Yrgl. Pollux 4, 65. Das dem Plutarch 
vorliegende Original wird nun eben diese den avayeygacpoxeg wider¬ 
sprechende Angabe über den Ursprung des Nomos ano&sxog und 
axoivlav enthalten haben: es war dies also eine Beschränkung der im 
Anfänge pag. 4,19 dem Klonas beigelegten Nomoi. Gerade so wird in 
diesem letzten Abschnitte pag. 5, 25 auch die dem Terpander beige¬ 
legte Zahl der kitharodischèn Nomoi beschränkt, denn es heisst, dass 
einige dieser Nomoi nicht von Terpander, sondern von dem alten 
Philammon herrührten, eine Bemerkung, die aus unserer Quelle des 
Plutarch auch von Suid. s. v. (PiXay/xœv wiederholt ist. 
Dieselbe Beziehung auf eine entgegenstehende Behauptung, welche 
hiernach den Worten „fivr)/j.ovevovaiv ol avayeygagpöxeg“ zukommt, ist 
nun auch bei der Identität des Ausdrucks für das folgende 
Pag. 5, 25. Kal nlröagog xal HXxfxav . . . ifxvtjfxovEvcrav] anzu¬ 
nehmen, d. h. es müssen Einige der Ansicht gewesen sein, dass die 
sogenannten IloXvfxvdoxsia nicht von Polymnestus, sondern von Späteren 
componirt worden seien, und darin werden sie wenigstens für viele der¬ 
jenigen Compositionen, welche man in der Zeit des Peloponnesischen 
Kriegs und noch später als Polymnesteia bezeichnete, wohl Recht 
gehabt haben. Dieser Behauptung wird an unserer Stelle das Zeugniss 
Pindars und Alkmans entgegengestellt. Was der erstere über Pindar 
gesagt, hat Strabo 14 pag. 643 aufbewahrt: Xtyet 8k Illvdagog xal 
TLoXvytvaaxov xiva xùv negl xrjv (iovoixrjv êXXoylfUoy 
0&éy[xa fièv nayxoivov î'yrcoxaç noXv/xvdaxov KoXocpcùviov ardgog. 
Hier ist zwar nicht gesagt, dass Polymnastus die sogenannten 
Polymnasteia componirt hätte, aber es ist hier ausdrücklich von einem
        

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