Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Bogengangsystem des inneren Ohres als Wahrnehmungsorgan für Drehungen [Begleitheft zum Hochschulfilm Nr. C 323]
Person:
Steinhausen, Wilhelm
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38638/12/
12 — 
Silberanialgam wieder verschlossen werden. Die Abi). 5 zeigt 
eine Phase des Einfließens der Tusche. 
Bei der Aufnahme der menschlichen Cupula (am Schluß des 
Filmes) wird diese Phase des Einfließens der Tusche im Lauf¬ 
bild gezeigt. Man sicht, wie die Tusche vor der Cupula halt¬ 
macht, d. h. die Cupula schließt die Ampulle praktisch endo- 
lymphdicht ab, und zwar nicht nur in der Ruhe, sondern auch 
in der Bewegung. Es hängt dies offenbar damit zusammen, daß 
die Cupula die gesamte Strömungsenergie der Endolymphe auf¬ 
nehmen soll. Das könnte sie nicht, wenn die Endolymphe an 
ihr vorbeiströmen könnte. In der Abb. 6 ist die daraus folgende, 
b) 
Abb. (>. Schematische Zeichnung zur frage des cndolymphdichtcn Ab¬ 
schlusses des Bogengangsrohrs durch die Cupula beim Hecht. 
a) Abschluß nur in der Ruhe. 
b) Abschluß auch während der Bewegung (Erklärung für die Form 
der Ampulle). 
(Aus Zeitschr. Hals-, Nasen-, Ohrheilk. Bd. 119, S. 2(> (19,15). 
konstruktive Form der Ampulle aufgezeichnet. Wenn die Cu¬ 
pula in dem Bogengangsrohr so quergestellt wäre, wie es in der 
Abb. 4a schematisch angenommen ist, dann könnte die Cupula 
die Strömungsenergie nur in ihrer eigenen Ruhelage voll auf¬ 
nehmen. Sobald sie sich aus dieser Ruhelage lierausdreht, würde 
die Endolymphe vorbeiströmen und Strömungsenergie verloren 
gehen. Die in der Abb. 6 b gezeichnete Form der Ampulle, wie 
sie in der Natur verwirklicht ist, gestattet die Aufnahme der 
Strömungsenergie in jeder Lage der Cupula. Im Film werden 
zuerst 2 Cupulae vom Hecht gezeigt, die durch künstliche Strö¬ 
mungserzeugung mittels in den Bogengang eingebundener Kanüle 
in Bewegung gesetzt werden. Die 2. Cupula ist nicht ganz so 
frisch wie die erste. Ihr Bewegungstyp nähert sich dem einer 
menschlichen Cupula (vergl. S. 21).
        

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