Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einfluss des elektrischen Stromes auf Herz und Gefässe beim narkotisierten Tier [Begleitheft zum Hochschulfilm Nr. C 66]
Person:
Pietrusky, Fr. Janker
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38630/4/
unregelmäßiger und ungleichmäßiger; auch die Atmung kommt 
erst viel später wieder in Gang. 
Nun folgt der dritte Stromdurchgang mit 15 Sekunden Dauer; 
man kann wieder dieselben Erscheinungen beobachten, nur ist 
diesmal beim Ausschalten keine so deutliche Veränderung er¬ 
kennbar. Das Tier braucht ferner sehr lange Zeit, um sich zu 
erholen. Erst nach ca. 30 Sekunden tritt ein geringes, ganz 
allmählich deutlicher werdendes Flimmern an den Vorhöfen 
ein, das erst nach längerer Zeit in gut erkennbare Herzschläge 
übergeht. Auch die Atmung beginnt schließlich wieder. Nach 
einem weiteren Stromdurchgang von 15 Sekunden ist nur der 
Zustand nach dem Ausschalten aufgenommen. Man beobachtet 
genau wie früher, wie das Herz wieder in Tätigkeit kommt. 
Besonders bemerkenswert ist dabei eine zeitweise auffallende 
Verlangsamung des Herzschlags. Mit zunehmender Erholung 
wird es trotz einer sehr deutlichen Erweiterung allmählich 
wieder normal groß. Ein neuerlicher Stromdurchgang von 17 Se¬ 
kunden — er ist nicht mehr dargestellt — hat dann zur Folge, 
daß diesmal das Herz die Schädigung nicht mehr überwindet. 
Alle Abschnitte stehen in Diastole still, die Zwerchfelle sind 
maximal hoch, das Tier ist tot. 
Zum nächsten Versuch wird ein Kaninchen verwandt, es liegt 
in Rückenlage, linker Herzrand links. Beim Einschalten des 
Stromes, das durch das Sichtbarwerden eines Zeigers ange¬ 
kündigt wird, tritt neben einer allgemeinen Kontraktion eine 
sehr starke linkskonvexe Skoliose auf. Der Stromfluß beginnt 
in der Phase der Ausatmung; diese wird (siehe den Gegensatz 
später) noch maximal verstärkt, das Herz wird sehr breit. Es 
kann ohne Kontrastfüllung nicht festgestellt werden, ob die 
Ventrikel in Kontraktionsstellung sind. Das Stromausschalten 
ist wieder deutlich erkennbar (Erschlaffung, Rückgang der 
Skoliose). Die Herztätigkeit setzt unmittelbar danach ein, und 
zwar an allen Abschnitten; doch ist der Herzschlag sehr klein, 
beschleunigt, unregelmäßig (Extrasystolen) und das Kaninchen 
braucht ziemlich lange Zeit, sich zu erholen. Doch wird auch 
hier die Herztätigkeit wieder besser, die Atmung kehrt zurück, 
das Herz wird wieder normal klein. Nun folgt ein neuerlicher 
Stromdurchgang von 10 Sekunden. Dieses Mal fällt das Ein-
        

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