Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Bewegung electromagnetisch erregter Saiten
Person:
Klinkert, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38534/9/
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Electromagneten nähert. Die Grösse der Schwingungsampli- 
tude wächst aber ganz bedeutend, wenn man den Electro¬ 
magneten nur um eine sehr kleine Strecke der Saite nähert. 
Um Anhaltspunkte über das Gesetz der magnetischen Kraft¬ 
wirkung zu gewinnen, wurde mit Hülfe eines mit Ocularscala 
versehenen Horizontalmikroskopes (nach Quincke) zunächst 
die Entfernung [e) der ruhenden Saite vom stromlosen Magne¬ 
ten gemessen, hierauf der Strom geschlossen und der Ab¬ 
stand (a) der angezogenen Saite vom Electromagneten ahgelesen, 
alsdann der Strom wiederum unterbrochen, der Electromagnet 
um einige Scalentheile des Mikroskopes der Saite genähert 
und die Grössen e und a von neuem bestimmt. Wenn nun 
auch diese Messungen auf grosse Genauigkeit keinen Anspruch 
machen dürfen, da bei den Ablesungen die Zehntel abgeschätzt 
werden mussten, so sei doch eine der auf diese Weise erhal¬ 
tenen Tabellen hier mitgetheilt. 
e 
a 
e — a — J 
J }/ a 
40 
38,1 
1,9 
11,78 
35 
32,9 
2,1 
11,97 
30 
27,7 
2,3 
11,96 
25 
22,5 
2,5 
11,75 
20 
17,2 
2,8 
11,48 
15 
12 
3 
10,38 
Da die Differenz e — a — J die durch die magnetische 
Kraft bewirkte Verschiebung der Saite angiebt, so ist diese 
Grösse bei constanter Spannung der Saite angenähert der 
Kraft proportional zu setzen, es stellt daher die Gleichung 
/= -4=- 
y a 
die Abhängigkeit der Kraft von der Entfernung dar. 
Beobachtungen an der Saite I (Selbstunterbrecher). 
Die Beobachtung erstreckte sich auf alle Punkte der Saite. 
Hierbei zeigte sich zunächst eine sehr grosse Uebereinstim- 
mung in Bezug auf die Form der Schwingungsfiguren. 
Alle Figuren, die mit Sicherheit als andauernde Formen 
erhalten werden konnten, waren entweder reine Sinusschwin-
        

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