Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Musik und die musikalischen Instrumente in ihrer Beziehung zu den Gesetzen der Akustik
Person:
Zamminer, Friedrich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38533/68/
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bte oben mitgetheilten jDîeffungen angefteHt unb ber Unterfd;ieb bon 
6 gugen, meld;er noch übrig blieb, mar flein genug, um i^n auf 
Rechnung bon Veobadhtung^fehlern fe|en p fönnen. 
(Einmal bon ber DAchtigfeit ber ^eorie überseugt, fonnte man 
bie 0dhaHgefdhminbtgfeit p einer genaueren Veftimmung ber bei 
3ufammenbrüdung ber öuft entbunbenen VSärme benu^en ; unb 
bag 'Dulong in ber £§at biefe Aufgabe für eine 9?ei§e einfacher 
unb pfammengefehter öuftarten p löfen bermod^te, bleibt für alle 
feiten eine$ ber anphenbften Veifpiele, mie fdheinbar einanber 
böllig frembe Raturer Meinungen ftd) gegen feitig bebingen unb er* 
Hären fönnem 
©ulong blieê bie nämliche pfeife nadheinanber mit ben 
üerfdpbenen ©aêarten an, unb ba$ Verhältnig ptfchen ben 
©dhmtngungêphlen ber berfd;iebenen £ötte, meldhe bie glötenpfeife 
unter bief en Umftänben gab, mar auch baêjenige ber @dhadge* 
fd>minbig!eiten. SDie Vergleichung ber fo gemeffenen ®efd;minbig* 
feiten mit ben nach ber emtonten formel berechneten führte 
Sur $enntnig ber bei ber Verbiegung entmidelten unb bei ber 
Verbüunung gebunbenen VSärme. £)iefe Söärmemirfung ift übri* 
gen3 in ben üerfdhtebenen ®aêarten nicht fo ungleid;, bag nic^t im 
Allgemeinen ber ©chafl in berjenigen Suftart fdpeder ftd; fortbe* 
megen füllte, meld;e bei gleicher elaftifdher ^ßrefftmg bie geringere 
dichte hat* 3m Safferftoffga$, meldheê beinahe 15 mal bünner 
ift, als bie atmofbhärifche Suft, legt ber @dhalf in einer @ecunbe 
einen 2öeg üon 3906 gug prüd, feine ©ef^minbtgfeit in bem 
fo^lenfauren ®afe, meldheê mehr al$ anberthalbmal fo fd;mer ift, 
alê bie Suft, beträgt nur 862 gug. 
®roge Aehnltd;feit mit ben eben befchriebenen ‘üfteffungen £)u* 
long^ hat ba3 Verfahren eines beutfdhen ppfiferS, (ShlabnPS, 
bie ®efdhtoinbigfeit bes ^dplleS in ftarreu @ubftausen p fiuben. 
G£r brachte @täbe aus bief en $örf)ern oon 2 $ug Sänge, burdh 
Reiben ber Sänge nach, sum £önen unb beftimmte ihre Tonhöhe. 
X)a bei jeher 0dhmingung bie ©dhallmelle bie Sänge beS Stabes 
peimal burcheilt, fo finbet man bie @chatfgefinbigfeit, menu 
man bie bo^elte @tablänge mit ber Anzahl ber ^onfehtoingungen 
in (Siner «Secunbe vervielfacht* @tahl, ©las unb £annenhols leiten
        

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