Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Pedal des Claviers. Seine Beziehung zum Clavierspiel und Unterricht, zur Composition und Akustik
Person:
Schmitt, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38523/91/
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Aehnlich wie bt*i dem früheren Beispiele gruppiren 
sich nämlich auch in diesem Falle die verwandten Time 
der Läufe um den stark angeschlagenen Ton: die nicht 
verwandten Töne verflüchtigen sieh zwar nicht so schnell 
wie bei dem früheren Beispiele, doch verklingen sie auch 
hier nach einiger Zeit gänzlich, während die verwandten 
Tone noch lange nachklingen. Wohlverstanden setzt ein 
solcher Pedalgebrauch meist da? stärkste Forte bei den 
starken Tonen voraus. Ohne denselben, oder gar bei 
gleicher Tonstärke, würde eine derartige Stelle wüst 
durcheinanderklingen. Unerschütterlich muss der starke 
Ton in dem Chaos erscheinen, win ein Leuchtthunn aus 
schäumenden Meereswogen. Schlägt man den starken Ton 
nicht genügend kräftig an, so gruppiren sich die Töne nicht 
um denselben, daher kann ganz gut der Fall eintreten. 
dass zwei Spieler bei ein und derselben Stelle uas Pedal 
gleich lang treten, und dass es bei dem einen eine gute, 
bei dem anderen eine schlechte Wirkung macht. 
(Auch ohne Pedal macht .'ich die Tonstärke bei mehrstimmigen 
Stellen in entschiedener Art geltend; Spieler, welche 'lie Geschicklichkeit 
haben, jederzeit die Melodie stark hei ausklingen zu lassen, machen auch 
ohne Pedalgebranch gar viele Dissonanzen möglich. Gewiss sdhmiog**n 
sich auch in diesem Falle die verwandten Töne an die Melodie an. 
während die übrigen Tone verblassen.; 
Wie entscheidend das auffallend starke Hcnorlreben eines 
einzelnen Tones auf alle übriger* Töne wirkt, kann man durch 
ein interessantes Experiment wahrnehmen. Hört man in das
        

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