Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Pedal des Claviers. Seine Beziehung zum Clavierspiel und Unterricht, zur Composition und Akustik
Person:
Schmitt, Hans
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38523/87/
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klingt dater entschieden der mit B bezeichnete Pedalge- 
braueh klarer, als der mit À bezeichnete. 
Findet man den bei B bezeichneten Klang zn trocken, so kann man, 
wie bei C, anfangs kurze Tritte anwenden. 
Relativ am besten klingt noch die tiefe enge Lage des 
verminderten Septaccordes, z. B, : 
-+—<9-H 
Auch hier brausen wohl die tiefen Tone stark; den¬ 
noch aber gewährt hier das Ohr eine gewisse befriedigende 
Gleichmässigkeit in den Schwingungen der Töne, wie sich 
ja der verminderte Septaccord von selbst bildet, wenn man 
eine verminderte Quint anschlägt (s. Seite 72). Mehr noch 
als bei dem verminderten Septaccorde klingt die enge Lage 
bei allen anderen Accorden in der Tiefe durcheinander. Ein 
klein wenig besser scheinen noch Moll- als Dur-Dreiklänge 
zu klingen. 
Zum Beweise spiele man das vorletzte Beispiel mit der Aus¬ 
führung A abwechselnd in Dur und Moll (also mit es statt e). 
Ueberhaupt scheinen in der Tiefe Accorde, welche auf 
einer kleinen Terz ruhen, um ein Geringes besser zu 
klingen, als solche, welche auf einer grossen Terz fassen. 
(Beethoven scheint dies empfunden zu haben. Beweis dafür 
ist der gegen alles Herkommen verstossende Anfang mit 
einem Terzsext-Accorde in der D-moll-Sonate Op. 31: auch 
denke man an die ersten Takte des Andante aus seiner 
A-dur-Symphonie.) Sehr erheblich aber ist der Unterschied
        

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