Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Zusammenklang einer größeren Zahl wenig verschiedener Töne
Person:
Baley, Stefan
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit38519/14/
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Stefan Baley. 
[LXVII. 274] 
Zwischenton verständlich gemacht. Ist nun hiernach der Vor¬ 
gang unter den benachbarten Schneckenfasern dem physi¬ 
kalischen bei der Kombination der Luftschwingungen analog, 
so findet auch die PLANCKsche Ableitung hier Anwendung. 
Insofern können meine Beobachtungen als eine weitere Be¬ 
stätigung der Resonanzhypothese angesehen werden; ja man 
könnte versuchen, daraus Schlüsse über den Umfang des Mit¬ 
schwingens bei den Schneckenteilchen zu ziehen. 
Auch direkt läfst sich in folgender Weise durch Fort¬ 
setzung der STUMPFschen Überlegungen aus dem Mitschwingen 
entfernterer Teilchen die Entstehung des gemeinschaftlichen 
Mitteltones begreifen : 
Wenn jeder dieser sich schneidenden Kreise die Breite 
des Mitschwingens der Schneckenteilchen für einen der be¬ 
nachbarten Töne bedeutet, so sieht man, dafs die mittleren 
Fasern der ganzen erregten Region, die dem schraffierten Teil 
entsprechen, von sämtlichen Tönen, also am stärksten erregt 
werden, dafs also ihr Ton prävalieren mufs. Vorausgesetzt 
ist nur eben, dafs der Erregungsprozefs überhaupt in einem 
Mitschwingen besteht und dafs eine nicht unerhebliche Breite 
des Mitschwingens der Resonatoren stattfindet. 
Es ist einleuchtend, dafs die Ursachen, welche die Prävalenz 
der mittleren Fasernregion bei gleichen Abständen der Primär¬ 
töne bewirken, zum Teil auch dann tätig sein müssen, wenn 
die Abstände zwar nicht ganz gleich sind, aber auch nicht so 
verschieden, dafs eine gleichmäfsige Zusammenwirkung der 
Primärtöne ganz unmöglich gemacht wTird. Es wird auch in 
diesem Fall die mittlere Region der äufseren gegenüber einen 
Vorzug aufweisen. Auf diesem Grunde scheint es zu beruhen, 
dafs, wenn man an einem nicht speziell zum Versuchszwecke
        

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